Bildungsministerin: «Nächstes Schuljahr muss normal werden»

05.08.2022 Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger ist optimistisch, dass sich im anstehenden Schuljahr Präsenzunterricht und Infektionsschutz «angemessen miteinander vereinen» lassen. Klappt das wirklich?

Wie wird der Schulbetrieb im dritten Jahr der Pandemie? © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) sieht im Corona-Schutzkonzept für Herbst und Winter eine gute Grundlage für den Schulbetrieb im dritten Jahr der Pandemie.

«Es freut mich besonders, dass wir bei den Schulen eine Regelung gefunden haben, die flächendeckende Schulschließungen vermeidet. Kinder und Jugendliche haben die Hauptlast bislang getragen», sagte Stark-Watzinger der Deutschen Presse-Agentur. «Das nächste Schuljahr muss ein normales werden, zumindest so normal, wie es nur möglich ist. Dafür werde ich kämpfen», versicherte die FDP-Politikerin.

Die politisch Verantwortlichen seien es der jungen Generation schuldig, «ihr alle Chancen auf eine gute Entwicklung im Leben zu bieten». Sie sei sehr zuversichtlich, dass sich im nun anstehenden Schuljahr Präsenzunterricht und Infektionsschutz «angemessen miteinander vereinen» ließen, sagte Stark-Watzinger. Am kommenden Mittwoch startet Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland ins neue Schuljahr.

Corona-Schutzkonzept für Herbst

Bundesjustiz-und Bundesgesundheitsministerium hatten in dieser Woche ihr Corona-Schutzkonzept für den Herbst und den Winter vorgestellt. Ein zentrales Instrument ist die Maskenpflicht, die ab Oktober in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens wieder möglich sein soll. An Schulen darf demnach nur dann eine Maskenpflicht verhängt werden, wenn der Präsenzunterricht auszufallen droht - und nur ab Klasse fünf. «Maske ist das letzte Mittel, bevor Präsenzunterricht ausfällt», erklärte Stark-Watzinger dazu.

Dass Grundschulen künftig komplett von der Maskenpflicht ausgenommen werden, stößt beim Deutschen Lehrerverband und beim Verband für Bildung und Erziehung auf Unverständnis. Es sei «völlig unverständlich», dass selbst bei drohenden Personalausfällen und Teilschulschließungen an Grundschulen künftig keine Masken mehr angeordnet werden können, sagte Lehrerverbandschef Heinz-Peter Meidinger der dpa. Stark-Watzingers Ministerium weist wiederum auf Anfrage darauf hin, dass das dauerhafte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes «gerade in der Grundschule» für Kinder belastend sei und den Start in das Schulleben erschweren könne.

© dpa

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