Corona-Fälle: CSU-Landesgruppe verschiebt Klausur

03.01.2022 Erst wird der Tagungsort verlegt, nun wird die Veranstaltung verschoben. Der Grund sind mehrere Corona-Erkrankungen. Auch der Landesgruppenchef hat sich infiziert.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ist Anfang Januar an Corona erkrankt. Foto: Michael Kappeler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wegen mehrerer Corona-Erkrankungen - unter anderem ihres Vorsitzenden Alexander Dobrindt - hat die CSU-Landesgruppe im Bundestag ihre traditionelle Klausurtagung verschoben.

Die zweitägigen Beratungen, die an diesem Donnerstag und Freitag hätten stattfinden sollen, werden auf einen späteren Zeitpunkt verlegt, wie der «Münchner Merkur» am Montag berichtete. Dies erfuhr auch die Deutsche Presse-Agentur.

Unter den Corona-Infizierten ist demnach auch Landesgruppenchef Dobrindt - obwohl er zweifach geimpft und geboostert sei. Auch vier Mitarbeiter der CSU im Bundestag sowie der als Gast vorgesehene Chef der spanischen Konservativen, Pablo Casado, seien erkrankt. Die Klausur werde zeitnah nachgeholt, hieß es.

Mit ihrer Klausur nehmen die CSU-Abgeordneten regelmäßig Anfang Januar eine Standortbestimmung vor und schauen in das politische Jahr. Coronabedingt sollte die Tagung zum zweiten Mal in Folge nicht im bayerischen Kloster Seeon, sondern in Berlin stattfinden. Die CSU im Bundestag hatte dafür ein striktes Sicherheitskonzept erstellt. So hätten Journalisten für die Berichterstattung über die Klausur neben einem Nachweis, dass sie geimpft sind, auch einen negativen PCR-Test vorweisen müssen.

Schwerpunkt: Finanzen und Wirtschaft

Die 45 CSU-Abgeordneten wollten in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Finanz- und Wirtschaftspolitik legen und unter anderem über die hohe Inflationsrate und die Niedrigzinspolitik sprechen. Dazu waren der frühere Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn und Isabel Schnabel aus dem Direktorium der Europäischen Zentralbank eingeladen.

Erwartet wurden auch die Vorstandsvorsitzenden von BMW und Eon, Oliver Zipse und Leonhard Birnbaum. Mit ihnen wollten die Abgeordneten über Globalisierung, Digitalisierung und Klimaschutz reden. Der nach CSU-Angaben ebenfalls an Corona erkrankte spanische Oppositionsführer Casado sollte den außenpolitischen Teil abdecken.

Bereits bekannt geworden war, dass die CSU-Abgeordneten eine Besserstellung von Alleinerziehenden bei der Rente fordern wollten. Seniorinnen und Senioren sollen nach ihren Vorstellungen ein kostenloses Konto erhalten. Und die Geldentwertung in Deutschland solle mit einem staatlich garantierten Positivzins für die Altersvorsorge und einer gesetzlichen Inflationsbremse bekämpft werden, hieß es.

© dpa-infocom GmbH

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