SPD-Politiker Schneider soll neuer Ostbeauftragter werden

07.12.2021 Der gebürtige Erfurter Carsten Schneider (SPD) soll Ostbeauftragter der Ampel-Regierung werden. Dafür gibt er einen mächtigen Posten in der SPD-Bundestagsfraktion auf. Ihm nachfolgen soll eine Frau.

Der nächste Bundeskanzler Olaf Scholz (l) spricht im Bundestag mit Carsten Schneider (Archivbild). Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Thüringer SPD-Politiker Carsten Schneider soll in der sich bildenden Ampelregierung von SPD, Grünen und FDP neuer Beauftragter für die ostdeutschen Bundesländer werden. Das erfuhr die Deutschen Presse-Agentur am Dienstag aus Ampel-Kreisen.

Zuvor hatte die «Rheinische Post» über die Personalie berichtet.

Der 45-Jährige wechselt damit von einer wichtigen Position innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion organisatorisch ins Bundeskanzleramt. Seit dem Jahr 2017 war Schneider erster Parlamentarischer Geschäftsführer und damit eine Art Manager seiner Fraktion. Der Posten gilt nach dem Vorsitz als einer der wichtigsten in der Fraktion. Ihn soll nun mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Katja Mast eine Frau übernehmen.

Aus Ministerposten wurde nichts

Während der Ampel-Koalitionsverhandlungen leitete Schneider die wichtige Arbeitsgruppe Wirtschaft und war zwischenzeitlich auch im Gespräch für einen Ministerposten. Doch daraus wurde nichts, zumal nach der Ankündigung des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD), das Kabinett paritätisch besetzen zu wollen, nicht mehr viele Männer-Plätze zu vergeben waren.

Schneider sitzt bereits 1998 im Bundestag. Damals erlangte der gebürtige Erfurter in seinem Wahlkreis ein Direktmandat und war mit 22 Jahren der jüngste Abgeordnete seit Gründung der Bundesrepublik.

Der gelernte Bankkaufmann machte sich unter anderem einen Namen als SPD-Finanzexperte. Innerhalb der SPD gehört Schneider dem eher konservativem Seeheimer Kreis an.

Als Ostbeauftragter folgt Schneider dem sächsischen CDU-Politiker Marco Wanderwitz nach. Mit der neuen Ampelregierung soll der Posten aber verlegt werden: Anders als Wanderwitz soll Schneider nicht im Bundeswirtschaftsministerium arbeiten, sondern im Bundeskanzleramt. Offiziell heißt das Amt «Staatsminister für Ostdeutschland und gleichwertige Lebensverhältnisse».

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

People news

Regisseur: Oscar-Ehren mit «La La Land» - Damien Chazelle wird 37

Dfb pokal

Achtelfinale: «Sacken lassen»: BVB scheitert im Pokal an St. Pauli

Internet news & surftipps

Videospiele: Microsoft kauft Spielefirma Activision Blizzard

Internet news & surftipps

Forschungszentrum: Quantensprung: Start für neuen Computer in Jülich

Internet news & surftipps

2G oder 3G - plus: Neue Version der Corona-Warn-App zeigt Status an

Musik news

Song Contest: Wer fährt für Deutschland zum ESC?

Tv & kino

Pandemie: Sebastian Pufpaff hat Corona

Gesundheit

Wachsender Ansturm: Reichen bei Omikron die PCR-Testkapazitäten noch aus?

Empfehlungen der Redaktion

Regional sachsen anhalt

Neue Beauftragte für Ostdeutschland und Integration benannt

Regional thüringen

Ramelow äußert hohe Erwartungen an neuen Ost-Beauftragten

Regional sachsen anhalt

Dulig will Ostbeauftragter der SPD bleiben

Regional sachsen anhalt

Hohe Erwartungen an den neuen Ostbeauftragten Schneider

Regional sachsen anhalt

Ostbeauftragter: Würde mich nicht Ostdeutscher nennen

Regional sachsen

Beschädigtes Wahlkreisbüro in Zwönitz: Polizei sucht Zeugen

Regional thüringen

Schneider rechnet mit vielfältigerer SPD-Bundestagsfraktion

Inland

Bundeskabinett: Wer wird was in der Ampel-Koalition?