Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Berlin: Große Mobilisierung zu Palästina-Demo

Nur 50 Teilnehmer waren zu der Palästina-Demonstration am Sonntag in Berlin angemeldet, Hinweise auf mehr gab es laut Polizei nicht. Doch es kamen schnell mehr als tausend Teilnehmer.
Pro-Palästina Kundgebung in Berlin
50 Teilnehmer waren angemeldet - am Ende kamen mehr als 1000 zu einer pro-palästinensischen Demonstration am Potsdamer Platz in Berlin-Mitte. © Paul Zinken/dpa

Die Polizei ist von der massiven Mobilisierung zu der zunächst nicht verbotenen palästinensischen Demonstration in Berlin am Sonntagabend offenbar überrascht worden. «Die Polizei und ich hätten gerne diese unerträglichen Bilder verhindert am Potsdamer Platz», sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik im Innenausschuss.

Erst im Lauf des Sonntagnachmittags sei in der Community intensiv über das Internet und die Chatkanäle für die eigentlich kleine Demonstration zum Israel-Konflikt geworben worden. Dann habe es einen heftigen Zustrom von Menschen zum Potsdamer Platz gegeben, woraufhin die Polizei die bis dahin nicht untersagte Demonstration dann doch verboten habe.

Gleichzeitig seien aber 500 Demonstranten am Potsdamer Platz angekommen, sagte Slowik. Schell waren es dann mehr als 1000 Demonstranten. Eine erfahren Polizistin habe gesagt, eine solche Dynamik des Zustroms habe sie noch nie erlebt.

Wasserwerfer wurde nicht eingesetzt

Viele trugen Palästinaflaggen und israelkritische Plakate. Die Polizei schritt ein und räumte den Platz. dpa-Reporter beobachteten Rangeleien und mehrere Festnahmen. Es wurden Gegenstände geworfen, die Polizei ging mit Pfefferspray vor.

Wegen der aggressiven Stimmung ist laut Slowik ein Wasserwerfer zu der Demonstration gefahren. Wegen der Gefahr der Eskalation und auch weil viele Kinder und Kinderwagen dort waren, sei er nicht eingesetzt worden. Rund 800 Polizisten seien im Einsatz gewesen, 24 seien verletzt worden. 155 Demonstranten seien festgenommen worden. Die Polizei habe 80 Strafanzeigen gestellt. Dazu kämen 68 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen das Demonstrationsrecht.

Seit dem Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober mit Hunderten Toten kam es in Berlin immer wieder zu pro-palästinensischen Demonstrationen, bei denen einige Teilnehmer die Hamas bejubelten. Zudem wurden anti-israelische Schmierereien und Davidsterne an Häusern entdeckt. Jüdische Berliner sorgen sich um ihre Sicherheit.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Roberto Cavalli
People news
Italienischer Modedesigner Roberto Cavalli gestorben
Netflix
Tv & kino
Netflix erhöht Preise in Deutschland
Pokémon Horizonte: Neue Serie ohne Ash Ketchum
Tv & kino
Pokémon Horizonte: Neue Serie ohne Ash Ketchum
Frau am Telefon
Das beste netz deutschlands
So schützen Sie sich vor Betrugsmaschen am Telefon
WWDC 2024: Neue KI-Funktionen für iOS 18 und Co. – das erwarten wir
Handy ratgeber & tests
WWDC 2024: Neue KI-Funktionen für iOS 18 und Co. – das erwarten wir
FC Augsburg - 1. FC Union Berlin
Fußball news
«Geiler Abend» trotz mauem Spiel: Augsburg schlägt Union
Büro: Frau schaut nachdenklich auf telefonierenden Mann
Job & geld
Wettbewerb ohne Verlierer: Konkurrenz richtig nutzen