Ministerium: «Weniger Impfstoff als zugesagt»

26.11.2021 Die Corona-Schutzimpfungen in Hessen könnten nach Einschätzung des hessischen Sozialministeriums wegen einer weiteren Impfstoff-Verknappung ins Stocken geraten. Über die bereits bekannte Rationierung des Biontech-Impfstoffs hinaus seien die zugesagten Liefermengen durch den Bund an die Apotheken für die beiden Impfstoffe von Biontech/Pfizer als auch Moderna nochmals reduziert worden, «so dass die Impf-Steigerung der vergangenen Tage gefährdet ist», teilte das Ministerium am Freitag mit. «Der Grund für die Deckelung wurde vorab nicht durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) kommuniziert», hieß es.

Eine Ärztin impft einen Mann gegen Corona. Foto: Lennart Preiss/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Impfallianz Hessen aus Ärzte- und Apothekerschaft, Kommunen und dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration habe sich dazu am Freitag kurzfristig ausgetauscht. Sowohl Ärzteschaft als auch die Vertreter der Städte und Kreise fürchteten, dass nicht alle vereinbarten Termine eingehalten werden könnten. «Alle Beteiligten der Impfallianz sind von dieser Reduzierung überrascht. Sie steht im Gegensatz zu den öffentlichen Aussagen des Bundes wie auch zu denen in der gestrigen Gesundheitsministerkonferenz und erreicht uns in einer Phase, in der wir gemeinsam kontinuierlich erfolgreich dabei sind, die Impfkapazitäten in Hessen auszubauen. Das ist inakzeptabel», erklärte Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne). Man verlange vom Bund eine klare Kommunikation zu den Gründen und vor allem die zeitnahe Auslieferung des benötigten Impfstoffs. «Wir haben Kapazitäten, die Bevölkerung zeigt hohe Impfbereitschaft - da darf es zum jetzigen Zeitpunkt nicht am Impfstoff scheitern. Der Bund ist hier uns allen gegenüber in der Pflicht.»

Hintergrund sind Äußerungen des geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin. Nach seinen Angaben sind die für die geplante Beschleunigung der Corona-Impfungen nötigen Impfstoffmengen verfügbar. Im Gesamtsystem sei genug Impfstoff da, sagte Spahn am Freitag. Zugleich verwies er darauf, dass es wegen Umstellungen zum stärkeren Hochfahren der Impfungen in der Logistik vom Großhandel über Apotheken in die Praxen zu Verzögerungen beim Verteilen in der Fläche kommen könne.

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