Tschentscher: Geduld bei Corona-Impfungen für Kinder

28.12.2021 Seit auch 5- bis 11-Jährige gegen das Coronavirus geimpft werden können, wollen in Hamburg viele Eltern ihre Kinder schützen lassen. Doch Impftermine sind rar. Bürgermeister Tschentscher bittet daher um Geduld. Unterdessen entwickelt sich Hamburg zum Omikron-Hotspot.

Peter Tschentscher (SPD). Foto: Marcus Brandt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat bei den Corona-Impfungen für 5- bis 11-jährige Kinder um Geduld gebeten. «Bei der großen Zahl der Kinder in diesem Alter ist es nicht möglich, alle in wenigen Tagen oder Wochen zu impfen», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Es könnten auch nur so viele Termine vergeben werden, wie Impfstoff verfügbar sei. Unterdessen entwickelt sich die Hansestadt zum Hotspot bei der noch ansteckenderen Omikron-Variante. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstag gibt es inzwischen 169 bestätigte und 1318 Verdachtsfälle. Damit liegt die Hansestadt nach Nordrhein-Westfalen und Bayern auf Platz drei, bezogen auf die Einwohnerzahl sogar auf Platz eins.

Tschentscher riet Eltern, sich bei der Entscheidung, ihre Kinder impfen zu lassen, von der Ständigen Impfkommission leiten zu lassen. «Ich würde mich immer nach den aktuellen Empfehlungen aufgrund objektiver Daten richten.» Er zeigte aber auch Verständnis für die Bedenken vieler Eltern. «Es sind ja auch viele Kinderärztinnen und -ärzte zurückhaltend.» Hamburg mache hier keinen Druck und habe Kinder und Jugendliche bislang von den 2G-Regeln ausgenommen. Tschentscher betonte aber: «Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Eltern, denen es sehr wichtig ist, dass auch ihre Kinder durch eine Impfung vor Corona geschützt werden.» Bislang haben von den rund 110.000 5- bis 11-Jährigen der Stadt laut RKI gut 6700 einen Impfschutz erhalten.

Tschentscher ging davon aus, dass vor allem Erwachsene und ältere Kinder und Jugendliche zwischen den Jahren weiter geimpft werden - «sofern das organisierbar ist und von den Bürgerinnen und Bürgern auch angenommen wird». Selbstverständlich könnten die niedergelassenen Ärzte - Hauptakteure der Booster-Impfkampagne - aber nicht gezwungen werden, ihre Praxen zu öffnen. Das müssten die Mediziner selbst entscheiden. Er nehme aber wahr, «dass die Hausärzte sehr engagiert das leisten, was sie können».

Bislang sind 79,1 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger dem RKI zufolge mindestens einmal geimpft; den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 76,7 Prozent. Bezogen auf Erwachsene liegen die Quoten bei 91,0 beziehungsweise 89,0 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten in Hamburg bisher 30,8 Prozent der Menschen. Während Hamburg bei den Erst- und Zweitimpfungen im Ländervergleich weiter den dritten Platz belegt, kommt die Hansestadt bei den Booster-Impfungen nach wie vor nicht über den vorletzten Platz hinaus.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg sank am Dienstag deutlich. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 329,8 an. Am Montag lag der Wert noch bei 345,9, am Dienstag vor einer Woche bei 344,0. Damit liegt Hamburg aber weiter deutlich über dem Bundesschnitt: Deutschlandweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag nach RKI-Angaben bei 215,6. Das RKI wies jedoch darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen sei, so dass sich ein unvollständiges Bild ergeben könnte.

Gleichzeitig meldete die Gesundheitsbehörde jedoch 1029 bestätigte Neuinfektionen. Das sind 682 mehr als am Montag (347), aber 307 weniger als vor einer Woche (1336). Insgesamt haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 136.986 Menschen infiziert; 117 500 davon gelten nach RKI-Schätzung als genesen. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, stieg um 1 auf 1970. Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Montag 208 Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt, davon 63 auf Intensivstationen.

© dpa-infocom GmbH

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