Röttgen will Franziska Hoppermann als Generalsekretärin

12.11.2021 Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 17.11. - aber jetzt hat sich der erste Bewerber für den CDU-Vorsitz aus der Deckung gewagt. Und er hat eine Hamburgerin an seiner Seite.

Franziska Hoppermann äußert sich auf einer Pressekonferenz zu ihrer Kandidatur als Generalsekretärin der CDU. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Außenpolitiker Norbert Röttgen will neuer CDU-Vorsitzender werden - und wünscht sich für den Fall seiner Wahl Franziska Hoppermann aus Hamburg als künftige CDU-Generalsekretärin. Der 56-jährige Bundestagsabgeordnete kündigte am Freitag seine Kandidatur für die Nachfolge von Parteichef Armin Laschet an. Er kandidiere, «aus der tiefen Überzeugung, dass es kein «Weiter so» gibt, erst recht kein «Zurück»», sagte er in Berlin in der Bundespressekonferenz.

Röttgen erklärte, er wünsche sich Hoppermann als künftige CDU-Generalsekretärin. Die 39-Jährige aus Wandsbek wurde im September erstmals in den Bundestag gewählt. Sie ist aber nach eigenen Angaben schon seit 20 Jahren kommunalpolitisch aktiv. Die CDU stehe «vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte» und sei in einer schwierigen Situation, sagte sie. «In dieser Situation aber auch Farbe zu bekennen und Verantwortung zu übernehmen, empfinde ich persönlich nicht nur als Pflicht, sondern als großen Reiz.»

Röttgen hatte bereits am Jahresanfang für den Parteivorsitz kandidiert. Er war im ersten Wahlgang gegen den Mitbewerber Friedrich Merz und den späteren Gewinner Laschet ausgeschieden. Er sei damals in der Überzeugung angetreten, dass die CDU eine grundlegende Erneuerung brauche, um als Volkspartei in Deutschland bestehen zu bleiben, sagte er jetzt. «Wenn ich nun heute und hiermit erneut meine Kandidatur für den Vorsitz der Christlich Demokratischen Union Deutschlands erkläre, dann tue ich das aus genau demselben Ansatz heraus.»

Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß, damals Unterstützer von Friedrich Merz, sagte zu einer möglichen Generalsekretärin Hoppermann der Deutschen Presse-Agentur: «Es war angesichts der Entfremdung zwischen großen Teilen der Basis und den Bundesgremien der Partei die richtige Entscheidung, unsere Mitglieder über den Parteivorsitz entscheiden zu lassen - diese haben nun das Wort.» Davon unabhängig kenne er Hoppermann lange und gut, schätze sie als kompetente Kollegin sehr. «Ihre Kandidatur zeigt, dass die Aufstellung der Hamburger Landesgruppe bundesweit auf immer mehr Zuspruch und Aufmerksamkeit stößt», sagte der Bundestagsabgeordnete.

Erwartet wird, dass im Laufe des Tages auch der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun für den CDU-Vorsitz nominiert wird. Auch eine erneute Kandidatur von Merz gilt als wahrscheinlich.

Mit Laschet als Kanzlerkandidaten hatte die Union bei der Bundestagswahl ein historisch schlechtes Ergebnis von 24,1 Prozent eingefahren. Laschet gibt daher den Parteivorsitz nach noch nicht einmal einem Jahr wieder ab. Gewählt werden soll der neue Vorsitzende der momentan rund 400.000 Mitglieder zählenden CDU bei einem Bundesparteitag am 21. Januar in Hannover.

© dpa-infocom GmbH

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