Rabe für einheitliche Quarantäneregelungen für Schulen

05.01.2022 Hamburgs Schulsenator Rabe fordert von der Kultusministerkonferenz einheitliche Quarantäneregelungen für Schulen. Die gut 200 000 Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen der Hansestadt starten derweil in voller Präsenz in den Unterricht.

Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe rechnet bei der Kultusministerkonferenz an diesem Mittwoch trotz rasant steigender Corona-Zahlen fest mit einer Bestätigung des Präsenzunterrichts an den Schulen. «Ich gehe davon aus, dass die Kultusministerkonferenz noch einmal ihren Beschluss bekräftigen wird, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten und nach den Weihnachtsferien wieder mit dem Präsenzunterricht zu beginnen», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Darüber hinaus hoffe er, dass die Ministerrunde deutlich mache, wie wichtig - gerade vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Omikron-Variante - einheitliche und klare Quarantäneregelungen für die Schulgemeinschaften seien. «Die neue Variante fordert aus meiner Sicht klare Vorgaben in allen Bundesländern, auf die sich Eltern, Schülerinnen und Schüler aber auch Lehrkräfte verlassen können», betonte Rabe.

Hamburgs Schülerinnen und Schüler starten am Mittwoch nach zwei Wochen Weihnachtsferien wieder in voller Präsenz in den Schulalltag. Die steigenden Inzidenzzahlen seien zwar Anlass zur Sorge, doch es bestehe politischer Konsens in Deutschland, dass Schulschließungen nur das allerletztes Mittel sein dürften, wenn alle anderen Maßnahmen wie ein kompletter Lockdown, Ausgangssperren oder Einkaufsverbote vollständig ausgeschöpft seien, erklärte die Schulbehörde.

Für die gut 200 000 Schülerinnen und Schüler sowie die Schulbeschäftigten gelten den Angaben zufolge strenge Corona-Regeln. So wird die Testfrequenz bei den Kindern und Jugendlichen in den ersten beiden Schulwochen nach Ferienende erhöht - auf drei Tests pro Woche. Vom 17. Januar an sind es dann wieder zwei Tests wöchentlich. Nachdem in der Vergangenheit viele falsch positive Corona-Tests zu Ärger bei Schülern, Eltern und Lehrern geführt haben, würden nun neue Schnelltests der Firma Siemens ausgeliefert, so die Behörde.

Darüber hinaus dürfen Beschäftigte Schulen nur betreten, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Es gelte weiterhin in allen Schulgebäuden eine Maskenpflicht. Klassenräume müssen alle 20 Minuten für fünf Minuten gelüftet werden. Zudem stehen in rund 90 Prozent der etwa 11 000 Unterrichts- und Fachräume mehr als 21 000 mobile Luftfilter.

Die im vergangenen Jahr begonnenen Impftage an den weiterführenden und berufsbildenden Schulen sowie Sonderschulen für Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 18 Jahren sollen fortgesetzt werden. Die nun auch möglichen Impfungen für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren würden dagegen nicht an jeder Schule angeboten. Deren Impfung soll auf Wunsch der Hamburger Ärzte vorrangig über Kinderärzte, Kinderkliniken und das zentrale Kinderimpfzentrum organisiert werden, erklärte die Behörde.

Sollten einzelne Schulen dennoch Impfungen für 5- bis 11-Jährigen organisieren wollen, werde dies von der Behörde jedoch unterstützt. Einige wenige hätten bereits Impfaktionen angekündigt. Die Behörde betonte jedoch, dass sich diese ausschließlich an Schülerschaft und Schulbeschäftigte richteten, nicht an die allgemeine Bevölkerung.

© dpa-infocom GmbH

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