Mojib Latif neuer Präsident der Akademie der Wissenschaften

23.11.2021 Der Klima- und Meeresforscher Mojib Latif (67) wird Anfang 2022 neuer Präsident der Hamburger Akademie der Wissenschaften. Er löst den Technikwissenschaftler Edwin J. Kreuzer ab, wie die Akademie am Dienstag in Hamburg mitteilte.

Mojib Latif, Klimaforscher, spricht. Foto: Sina Schuldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Latif ist seit mehr als 14 Jahren Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und seit Juni 2021 ihr Vizepräsident. Er war mit Ablauf des Sommersemesters 2020 offiziell in den Ruhestand versetzt worden, forscht und lehrt aber mit einer im vorigen Jahr verliehenen Seniorprofessur der Kieler Universität weiter.

Latif ist seit 2003 Professor am Institut für Meereskunde, einem der Vorläuferinstitute des heutigen Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, und derzeit Leiter der Forschungseinheit Maritime Meteorologie. Er ist auch Präsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome.

«Der vielfach ausgezeichnete Klimaforscher ist bekannt dafür, dass er seine Forschungserkenntnisse der breiten Öffentlichkeit verständlich vermitteln kann», heißt es in der Akademie-Mitteilung. Als neuer Akademiepräsident wolle er die Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft stärken. «Ich denke, eine Gesellschaft kann nur gut funktionieren, wenn Entscheidungen auf der Basis seriöser wissenschaftlicher Arbeit getroffen werden», wurde Latif mit Blick auf die verbreitete Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse zitiert.

Zudem will Latif die Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete und die öffentliche Kommunikation über Wissenschaft stärken. «Wir merken, dass wir weder den Klimawandel noch die Corona-Krise noch andere große Probleme, denen sich die Menschheit gegenübersieht, disziplinär lösen können» sagt Latif laut Mitteilung. «Wir verfügen in der Akademie über Wissen in ganz unterschiedlichen Disziplinen. Und ich denke, es ist wichtig, dieses Wissen zu kommunizieren. Wir werden vom Steuerzahler und von der Steuerzahlerin finanziert, und es ist unsere Pflicht mitzuteilen, was wir eigentlich tun und welche Ergebnisse wir erzielen.»

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