Losse-Müller: Geht mir nicht um Machterhalt

10.10.2021 Politische Ziele über den Tag hinaus: Der designierte SPD-Spitzenkandidat Losse-Müller in Schleswig-Holstein stellt die Umsetzung wichtiger Reformen nach eigenen Worten über Wahlergebnisse.

Thomas Losse-Müller, designierter Spitzenkandidat seiner Partei für die kommenden Landtagswahlen. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schleswig-Holsteins designierter SPD-Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller will sein politisches Handeln nicht von Wahlterminen beeinflussen lassen. «Mir geht es nicht darum, Machterhalt zu organisieren», sagte Losse-Müller der Deutschen Presse-Agentur. Mit dem Klimawandel, dem massiven Ausbau erneuerbarer Energien und der Digitalisierung stünden dem Norden große Veränderungen bevor. «Ich glaube, dass Schleswig-Holstein auf diesem Weg ein Leuchtturm sein kann», sagte er. Am 8. Mai des nächsten Jahres wählt Schleswig-Holstein einen neuen Landtag. Die SPD strebt an, danach den Ministerpräsidenten zu stellen und Amtsinhaber Daniel Günther (CDU) abzulösen.

Losse-Müller sagte, das Szenario einer Wahlniederlage in fünf Jahren würde er in Kauf nehmen, wenn im Gegenzug in der kommenden Legislaturperiode wichtige Projekte auch gegen mögliche Widerstände vorankämen. «Nur so geht Politik in Veränderung.» Auch deshalb sei er von den Grünen zur SPD gewechselt. «Wir müssen das als Zusammenhaltsprojekt organisieren.»

Vor der Kandidatur habe er seine Tochter gefragt, was sie von einem Wechsel in die Politik halte, sagte Losse-Müller. Diese habe den Schritt begrüßt. «Sie hat gesagt: Weil du Dir immer so viel Mühe gibst. Du willst es immer richtig machen. Das ist der Unterschied.»

Für Schleswig-Holstein und Deutschland stehe viel auf dem Spiel. «Wir können in den nächsten zehn Jahren alles das, was wir in der Bundesrepublik Deutschland in den letzten 75 Jahren aufgebaut haben, verspielen», sagte Losse-Müller. «Oder wir können die Chancen nutzen und gemeinsam gewinnen. Aber das kostet eine ganze Menge Mühe.» Wahrhaftigkeit und eine klare politische Führung seien unerlässlich. «Und ich bin ganz optimistisch, dass man deswegen am Ende doch wiedergewählt wird.»

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