Handelskammer: Konkrete Pläne für Energie- und Klimahafen

23.11.2021 Nach Ansicht der Handelskammer Hamburg sollte im Stadtteil Moorburg ein Energie- und Klimahafen entstehen. Damit der Hafen seine Plattformfunktion für die Wirtschaft erfüllen könne, sei er auf weitere Flächen im westlichen Stadtgebiet angewiesen, sagte Handelskammer-Präses Norbert Aust am Dienstag bei der Präsentation des Konzepts. Es sieht vor, Moorburg zum Zentrum für klimafreundliche Technologien zu machen - zum Beispiel bei erneuerbaren Energien, alternativen Kraftstoffen, grünem Wasserstoff sowie Forschung und Entwicklung.

Wegweiser für Radfahrer sind an einer Kreuzung an der Ortsdurchgangsstraße in Moorburg zu sehen. Foto: Christian Charisius/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

So könnte nach Angaben der Handelskammer die Transformation und die Klimawende im Hamburger Hafen eingeleitet werden. Auf dem mehr als 150 Hektar großen Gelände sieht das Konzept auch eine Fabrik für Brennstoffzellen vor. Die Wirtschaftsvertreter gehen davon aus, dass so etwa 6400 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.

Ob die Pläne auch umgesetzt werden, ist jedoch offen. Vertreter der rot-grünen Regierungsfraktionen in der Hamburgischen Bürgerschaft hatte sich zu Jahresbeginn skeptisch über die Idee der Handelskammer geäußert. Im Hafenentwicklungsplan ist der Stadtteil mit seinen gut 700 Einwohnern aber als Erweiterungsgebiet verzeichnet.

Die Transformation des Hafens dulde kein Abwarten, sagte Aust. Unterstützung kam am Dienstag vom Unternehmensverband Hafen Hamburg und aus der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Auch die Bürgervertretung «Runder Tisch Moorburg» stand der Lösung offen gegenüber. Die Handelskammer Hamburg vertritt die Interessen von rund 170.000 Unternehmen.

Der Naturschutzbund (Nabu) kritisiert die Pläne. Man befürworte, den Hafen zu einem Energie- und Forschungsstandort zu entwickeln. Statt einfallslos immer neue Grünflächen in Anspruch zu nehmen, müsse man Flächen recyceln, sagte der Hamburger Nabu-Chef Malte Siegert. Im Hafen gebe es genug ungenutzte Flächen, die bereits versiegelt seien.

© dpa-infocom GmbH

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