Habeck: Großer Zeitdruck beim Aufbau von Wasserstoffmarkt

18.01.2022 Im Kampf gegen den Klimawandel sieht Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) großen Zeitdruck beim Aufbau eines funktionierenden Wasserstoffmarktes. Nicht nur das klimaneutrale Fliegen der Zukunft habe einen großen Wasserstoffbedarf, sondern auch die Wärmeversorgung und die Industrie, sagte Habeck am Dienstag bei einem Besuch des Flugzeugbauers Airbus in Hamburg. Er sprach von gigantischen Dimensionen. «Da darf kein Tag verschwendet werden.»

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, setzt sich eine Maske auf. Foto: Marcus Brandt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Airbus-Chef Guillaume Faury sagte an die Adresse Habecks: «Wir begrüßen die von Ihnen verfolgte Politik. Wir wissen, dass das Thema Dekarbonisierung und Klimawandel ganz oben auf Ihrer Agenda steht, das gilt auch für Airbus.» Airbus plant, bis 2035 ein marktreifes Passagierflugzeug mit Wasserstoffantrieb auf den Markt zu bringen. Maßgebliche Forschungsarbeiten dafür laufen auch im benachbarten Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Finkenwerder.

Der Anschub des Markthochlaufs für klimaneutrale Kraftstoffe wie «grüner» Wasserstoff sei eine «politische Aufgabe, die organisiert werden muss - den Wasserstoffmarkt herzustellen und mit Ländern, die große Produktionskapazitäten haben, in Verbindung zu treten so dass dann auch in einem einheitlichen, am Ende ja dann globalen Markt die Verfügbarkeit gesichert ist», sagte Habeck. Wenn es noch ein paar Jahre dauere, das klimaneutrale Flugzeug zu entwickeln und dann vielleicht noch einmal zehn Jahre, es marktreif zu machen, «dann weiß man, dass politisch die Uhr jetzt tickt».

Habeck kündigte zudem an, er wolle Förderungen auf den Prüfstand stellen. «Wir werden sicher noch einmal schauen müssen, ob die Eichung der Förderprogramme so zielgenau ist, dass die Förderung mit dem Tempo der Dynamik Schritt hält und wir nicht in Europa zurückfallen», sagte er. «Den technischen Vorsprung, den Airbus gewonnen hat, den gilt es eindeutig zu halten.»

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