Weitere Strukturwandel-Vorhaben bewilligt

09.12.2021 Mit dem Kohleausstieg bricht in der Lausitz eine zentrale Industrie weg. Zur Schaffung von Arbeitsplätzen werden weitere Vorhaben in verschiedenen Bereichen auf den Weg gebracht. Eines der Projekte soll die Lausitz auch als Energieregion kenntlich machen.

Fahrgäste stehen in einem Bus der Berliner Verkehrsbetriebe. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Für die Entwicklung der Brandenburger Lausitz im Strukturwandel sind weitere sieben kommunale Projekte auf den Weg gebracht worden. Eine Arbeitsgruppe der Landesregierung bestätigte die Vorhaben aus den Bereichen Infrastruktur, Wirtschaft, Bildung und Kultur, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Für diese Projekte mit einem geplanten Gesamtvolumen von rund 68 Millionen Euro können bei der Investitionsbank des Landes nun Förderanträge eingereicht werden.

Insgesamt seien damit 50 Projekte auf den Weg gebracht worden, sagte die Chefin der Staatskanzlei, Kathrin Schneider - eine Bilanz, die sich sehen lassen könne und für die Strukturentwicklung sehr optimistisch stimme. Der vor einem Jahr gestartete Werkstattprozess der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) sei sehr erfolgreich.

Die Strukturentwicklungsgesellschaft mit Sitz in Cottbus arbeitet an der Gestaltung des Wandels in der Region. Um die Entwicklung zu stärken, steigt das Land als WRL-Mehrheitsgesellschafterin ein. Ergänzend zu Großprojekten wie dem Bahnwerk in Cottbus und der Medizinerausbildung in der Lausitz werden in fünf Fachwerkstätten der WRL Projektideen der Kommunen weiterentwickelt, bis sie förderfähig sind und über das Strukturstärkungsgesetz umgesetzt werden können. Zuvor müssen ihnen der Lausitzbeauftragte des Ministerpräsidenten, Klaus Freytag, und die interministerielle Arbeitsgruppe Lausitz der Landesregierung zustimmen.

Bei den geförderten Projekten rückt Wasserstoff als Energieträger immer mehr in den Fokus. Im öffentlichen Nahverkehr sollen in Cottbus nach Angaben des Energieunternehmens Leag künftig insgesamt 55 wasserstoffbetriebene Busse fahren. Zudem sollen eine Wasserstofftankstelle und eine Elektrolyseanlage entstehen. Die Leag übernimmt die Erzeugung des tankbaren, grünen Wasserstoffs. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach überbrachte am Donnerstag die Zuwendungsbescheide an die Leag und die Cottbusverkehr GmbH von insgesamt rund 5,62 Millionen Euro, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Auch die Buswerkstatt soll auf Wasserstoff-Fahrzeuge umgerüstet werden.

Weitere Vorhaben, die gefördert werden, sind etwa die Bahnanbindung an den Industrie- und Gewerbepark Jänschwalde und die Umgestaltung und Ergänzung von Strukturen in Lauchhammer zu einem Bildungs-, Museums- und Kulturzentrum. Der Bund stellt dem Land Brandenburg bis 2038 insgesamt etwa 3,6 Milliarden Euro zur Förderung kommunaler und regionaler Projekte für die Strukturentwicklung in der Lausitz zur Verfügung.

«Im ersten Bericht der Bundesregierung zur Strukturentwicklung wird dem Land Brandenburg eine Spitzenposition bei der Umsetzung des Prozesses unter den Kohleländern bescheinigt», hob der Lausitzbeauftragte Freytag hervor. Das gehe maßgeblich auf die breite Einbindung der Region über die Werkstätten der WRL zurück. Der Werkstattprozess, den jedes Projekt durchlaufen müsse, sichere Transparenz und Akzeptanz im Strukturwandel.

© dpa-infocom GmbH

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