Viele Messer bei Kontrollen an Berliner Gerichten gefunden

13.11.2021 Werkzeug, Elektroschocker, Cannabis oder Pfefferspray - wenn Gerichtsbesucher an den Einlasskontrollen ihre Taschen leeren müssen, kommt allerhand zu Tage.

An einer Sicherheitskontrolle im Landgericht überprüft ein Justizmitarbeiter einen Besucher. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ungeachtet des eingeschränkten Betriebs während der Corona-Pandemie sind bei den Berliner Gerichten im vergangenen Jahr mindestens 6200 Messer sichergestellt worden. Etliche Male stießen die Justizbeamten auch auf Pfefferspray, Scheren und Werkzeug, wie die Senatsverwaltung für Justiz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im laufenden Jahr wurden bislang (Stand 1. November) bei den Kontrollen mindestens 4000 Messer sichergestellt.

«Wegen Corona waren Gerichte zum Teil 2020 im Notbetrieb und es gibt deutlich weniger Publikumsverkehr seitdem», erläuterte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne). Dass trotzdem so viele gefährliche Gegenstände gefunden worden seien, zeige, wie wichtig ein Sicherheitskonzept für die Gerichte sei. «Wir müssen sicherstellen, dass Verhandlungen für alle Beteiligten ungefährdet stattfinden können», so Behrendt.

Der Senator hatte ein entsprechendes Konzept 2018 vorgestellt, dass zwischenzeitlich laut Verwaltung von den Gerichten umgesetzt wurde. Dazu gehören etwa Drehkreuze oder sogenannte Karusselltüren und Sicherheitsschleusen mit Technik zum Durchleuchten, wie man diese etwas von der Gepäckkontrolle am Flughafen kennt.

Bei den Kontrollen im laufenden Jahr wurden allein am Gerichtscampus Moabit - wozu das Amts- und Landgericht Tiergarten sowie die Staatsanwaltschaft und das Verwaltungsgericht gehören - knapp 1970 Hieb- und Stichwaffen gefunden. Im vergangenen Jahr waren es nach den Justizangaben rund 2250. Im Pankow fanden die Wachtmeisterinnen und Wachtmeister demnach 510 Messer (2020: 516), im Amtsgericht Kreuzberg 229 Messer und Klingen (2020: 541), am Standort Mitte waren es 266 (2020: 630).

Am Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg wurden unter anderem bislang in diesem Jahr herausgefischt: 56 Taschenmesser (2020: 59), 16 Cuttermesser (15) sowie 20 sogenannte Multitools (20), die als Werkzeug vielseitig einsetzbar sind.

Zu den selteneren Funden gehörten Elektroschocker, ein Betonklotz oder ein Hammer. Häufiger stoßen die Justizbediensteten hingegen auf Pfefferspray, Glasflaschen oder gefährliches Werkzeug wie Schraubenzieher, Sägen oder Zangen.

© dpa-infocom GmbH

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