Stromausfall trifft Heizkraftwerk: Zehntausende betroffen

10.01.2022 Etwa 90 000 Haushalte in Berlin blieben am Sonntagabend bis in den frühen Morgen hinein ohne Heizung und warmes Wasser. Grund war ein Stromausfall von nur fünf Minuten Dauer - aber an entscheidender Stelle.

Ein Messgerät ist an einem Heizkörper angebracht. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In zehntausenden Haushalten im Berliner Osten ist es in der Nacht zu Montag in Folge eines Stromausfalls kalt geworden. Rund 90 000 Haushalte waren über Stunden ohne Heizung und ohne warmes Wasser, vor allem in Friedrichsfelde. Denn vom Stromausfall war das Heizkraftwerk Klingenberg betroffen. Das Bezirksamt Lichtenberg nahm am Montagmorgen seinen Warnhinweis in der Katastrophen-Warnapp Nina zurück. Die Berliner Stromnetzgesellschaft betonte, insgesamt sei die Zahl der Störungen rückläufig.

Der Katastrophen- und Zivilschutzbeauftragte des Bezirks Lichtenberg, Philipp Cachée, sagte, die meisten Haushalte seien bereits seit etwa 3.00 Uhr wieder mit Fernwärme versorgt gewesen.

Wegen des Stromausfalls musste das Heizkraftwerk Klingenberg im Ortsteil Rummelsburg heruntergefahren werden, wie der Energieanbieter Vattenfall mitteilte. Laut dem Bezirksamt Lichtenberg waren auch Menschen in Karlshorst, Oberschöneweide und in Teilen von Treptow-Köpenick von dem Wärmeausfall betroffen.

Cachée betonte, dass das Kraftwerk nach derzeitigem Kenntnisstand dadurch den abrupten Betriebsstopp keinen Schaden genommen habe. Das Heizkraftwerk Klingenberg versorgt mehr als 300 000 Haushalte mit Strom und Wärme.

Der fünfminütige Stromausfall am Nachmittag lag laut dem Netzbetreiber Stromnetz Berlin an einer technischen Störung in einem Umspannwerk in Berlin-Friedrichshain. Dort sowie in Prenzlauer Berg und Lichtenberg waren für wenige Minuten rund 20 000 Haushalte ohne Strom gewesen, wie eine Sprecherin sagte.

Allerdings blieben in der Folge auch die Bahnhöfe Ostbahnhof, Warschauer Straße, Ostkreuz und Lichtenberg vorübergehend ohne Licht. Der Zugverkehr war indes nicht betroffen.

Auch die beste Technik könne einmal versagen, hieß es bei der Netzgesellschaft. 2020 habe es 1348 Störungen im Mittelspannungsnetz und 418 Störungen bei der Niederspannung gegeben. In den Vorjahren waren die Zahlen jeweils höher.

Im statistischen Durchschnitt war nach Unternehmensangaben 2020 jeder Mensch in Berlin durchschnittlich neun Minuten von einem Stromausfall betroffen. 2021 war es wegen eines längeren Ausfalls in Köpenick deutlich länger.

© dpa-infocom GmbH

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