Statt Supermarkt: Selber Fisch fangen ist angesagt

07.12.2021 In der Corona-Pandemie wird Angeln im wasserreichen Brandenburg immer beliebter. Damit hält ein Trend an. Nachdem der Landesanglerverband Brandenburg (LAVB) bereits im vergangenen Jahr einen starken Mitgliederzuwachs zu verzeichnen hatte, sind in diesem Jahr erneut 2947 neue Mitglieder hinzugekommen, wie er mitteilte. Insgesamt liege die Zahl der Mitglieder bei 94.515 - jeder 26. Brandenburger ist demnach im Landesanglerverband Brandenburg organisiert.

Ein Angler sitzt am Ufer der Havel. Foto: Paul Zinken/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Ich hätte mir solchen Zuwachs nicht vorstellen können», zeigte sich Hauptgeschäftsführer Andreas Koppetzki am Dienstag erfreut. Angeln sei eine Kur in der Natur und helfe zudem durch die Widrigkeiten der Corona-Pandemie. Zunächst hatte die «Lausitzer Rundschau» berichtet.

Koppetzki erklärt den Zuwachs in der Pandemie aber auch mit gestiegenem Interesse, Fische wie Schleie, Plötzen, Rapfen und Bleie zu fangen und zuzubereiten. Viele griffen alte Rezepte wieder auf, berichtete er. Ein Fischer verkaufe diese Fischarten nicht, weil sie schwer zuzubereiten seien und sich das nicht rechne. «Und was ist aufregender und naturverbundener, als sich das Festessen zu Weihnachten selbst zu fangen?», schätzte Koppetzki ein. In Brandenburg kommen seinen Angaben zufolge etwa 5,5 Kilogramm essbarer Fisch auf jeden Angler pro Jahr.

Hecht, Zander, Bachforelle, Karpfen, Aal oder Wels - im wasserreichsten Bundesland Deutschlands sind mittlerweile alle bekannten Süßwasserfische zuhause. Sogar Lachs, Meerforelle und der urzeitlich anmutende Stör werden nach Angaben des Verbandes seit einigen Jahren wieder angesiedelt. Der Landesanglerverband verfügt mit 16.000 Hektar als Eigentum- oder Pachtgewässer auf knapp 1000 Seen oder Flussabschnitten über viele Angelmöglichkeiten.

Probleme mit Schwarzanglern sieht der Hauptgeschäftsführer bei der gestiegenen Angellust nicht. Glücklicherweise sei die Schwelle, legal angeln zu können, relativ niedrig. Für das Angeln von Friedfischen werde eine Angelberechtigung gebraucht und keine Prüfung. «Es gibt wenige Fälle gemessen an der Gesamtzahl der Angeln in Brandenburg.»

© dpa-infocom GmbH

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