Sieben Stürmerstreiche: Union feiert Abteilung Attacke

01.10.2021 Union Berlin spielt schon wieder eine unerwartet gute Saison. Mit dem 3:0 gegen Maccabi Haifa gelingt auch der erste Sieg in der Gruppenphase der Conference League. Alle drei Tore erzielen Stürmer. Damit setzt sich ein eiserner Trend auch international fort.

Berlins Taiwo Awoniyi (l) jubelt nach seinem 3:0 Treffer mit Teamkollegen Grischa Prömel. Foto: Andreas Gora/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kevin Behrens war noch recht zurückhaltend. «Wir haben das ganz gut gemacht», meinte Union Berlins Mr. Europacup nach dem 3:0-Sieg gegen Maccabi Haifa in der Conference League. Sturmpartner Andreas Voglsammer wurde schon deutlicher. «Wir haben eiskalt die Dinger gemacht», sagte der Angreifer.

Behrens, Voglsammer und der diesmal als Joker erfolgreiche Taiwo Awoniyi sorgten mit ihren Toren am Donnerstagabend im Olympiastadion nicht nur für den ersten Erfolg der Eisernen in der Gruppenphase des neuen Europapokals. Sie untermauerten mit ihren Treffern auch einen beachtlichen Trend beim Fußball-Bundesligisten: Stürmertore sind schwer in Mode in Berlin-Köpenick.

Alle sieben Union-Treffer im September wurden von Stürmern erzielt. Von den insgesamt 17 Pflichtspiel-Toren in dieser Saison gingen 15 auf das Konto von Angreifern. Nur Linksverteidiger Niko Gießelmann war zudem noch zweimal erfolgreich. Bei dieser Ausbeute fällt auch kaum ins Gewicht, dass Max Kruse als Toptorschütze der Vorsaison bislang als vierter Offensivmann neben Awoniyi (7 Tore), Behrens (3) und Voglsammer (3) nur zweimal traf.

Für Trainer Urs Fischer ist das alles kein Zufall. «Es ist kein Geheimnis. Es ist die Arbeit unter der Woche. Immer wieder üben, das gibt eine gewisse Selbstverständlichkeit. Heute waren wir doch sehr effizient», sagte der Union-Coach. Ein Ende des Stürmer-Aufschwungs ist für den Schweizer auch noch nicht erreicht. «Ich glaube auch, dass sie eine Entwicklung gemacht haben. Sie müssen nach wie vor Schritte machen», forderte der 55-Jährige von seiner Abteilung Attacke. «Ich bin wirklich hoch zufrieden, aber wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen», sagte der frühere Abwehrspieler Fischer.

Im nächsten Bundesliga-Spiel am Sonntag beim FSV Mainz 05 werden wohl wieder Kruse und Awoniyi in der Startelf stehen. Die hätten dann einen Vorteil im Wettkampf um ein besonderes Union-Jubiläum. Die Berliner stehen bei bislang 99 Bundesliga-Toren. Wer den goldenen Treffer macht? «Das ist mir eigentlich egal, muss ich sagen», meinte Fischer bei der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Haifa. Der neben ihm sitzende Kevin Möhwald grinste und fügte leise an: «Ich mach's». Möhwald spielt im Mittelfeld.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Job & geld

Altersvorsorge: Lohnt sich ein Riester-Vertrag?

Sport news

Australian Open: Bühne frei für «Barty Party»: Historischer Triumph?

Internet news & surftipps

Rechtsstreit: Mit Pseudonym auf Facebook? Für Altfälle rechtens

People news

Partnerschaft: Was Simone Thomalla an einem Mann schätzt

Tv & kino

Auszeichnungen: César-Filmpreise: Historienfilm und Rockoper als Favoriten

Tv & kino

Pandemie: Berlinale-Chefs verteidigen Präsenzfestival

Das beste netz deutschlands

Gib Ruhe, Google...: Google Assistant schweigt jetzt nach «Stopp!»

Internet news & surftipps

Software: Softwaregigant SAP übernimmt US-Finanz-Start-up

Empfehlungen der Redaktion

Europa league

Europa League: Stürmerstreiche im September: Union feiert Abteilung Attacke

Europa league

Conference League: Union Berlin mit Rotation zum Sieg gegen Haifa

1. bundesliga

6. Spieltag: Union knackt gegen Arminia die 100er-Marke

Regional berlin & brandenburg

Union knackt die 100er-Marke, Fischer: Wichtige Punkte

Europa league

Conference League: Haifa als Zwischenetappe: Union Berlin setzt auf Endspiel

Europa league

Conference League: Union Berlin belohnt sich nicht: Bittere Niederlage in Prag

Europa league

Conference League: Union-Premiere in Prag: Für Coach Fischer ein Genuss

Regional berlin & brandenburg

Union Berlin belohnt sich nicht: Bitteres 1:3 in Prag