«Nehme Niederlage in Kauf»: Muzzicato bevorzugt Spielkultur

28.09.2021 Erlebnis vor Ergebnis: Für Trainer Benedetto Muzzicato vom Fußball-Drittligisten Viktoria Berlin war die zweite Niederlage in Folge kein Grund, von seiner Spielphilosophie Abstand zu nehmen. «Wir wollen immer nach vorne und verlieren ab und an die Balance. Das ist aber ein Spiel, das ich sehen möchte, mit viel Risiko», sagte Muzzicato nach der 3:4-Heimniederlage gegen den Mitaufsteiger TSV Havelse, «es ist der Versuch, spielerisch die Situationen zu lösen. Ich möchte, dass wir attraktiven Fußball spielen und nehme auch mal eine Niederlage in Kauf.»

Ein Fußballspieler spielt den Ball. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

So reichten drei Führungen vor lediglich 1179 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark durch Patrick Kapp (18. Minute), Björn Jopek (36.) und Christoph Menz (60.) nicht aus, auch wenn dem eingewechselten Moritz Seiffert mit der allerletzten Aktion fast noch der Ausgleich gelungen wäre. Dafür feierten die Niedersachsen in dem mitreißendem Aufsteigerduell den zweiten Sieg in Folge.

Nach leichten Kontern gegen eine schlecht organisierte Defensive trafen Kianz Froese in der 27. Minute, Julius Düker (57.), Julius Langfeld (69.) und der eingewechselte Linus Meyer (80.), der bereits im Vorjahr im Berliner Pokalfinale als Spieler der VSG Altglienicke gegen Viktoria erfolgreich war.

Muzzicato, der am Montag 43 Jahre alt geworden war, hatte für die Niederlage auch die Tabellensituation als möglichen Blocker ausgemacht. Viktoria hätte mit einem Sieg über den Letzten die Führung in der Spielklasse übernommen: «Es ist bitter, da wir die letzte Woche gewarnt haben, nicht auf die Tabelle zu schauen.»

So wären nicht alle am Montagabend bereit gewesen, nach Ballverlusten nach hinten zu arbeiten. «Das sind Sachen, an denen wir arbeiten müssen», sagte Muzzicato, der trotzdem das Spielerlebnis in den Vordergrund stellt: «Wir sind bei 21 Treffern, auch wenn es heute nichts bringt, es macht einfach Spaß, der Mannschaft zuzuschauen. Das ist es mir wert.»

Bei 1860 München am kommenden Samstag (14.00 Uhr/Magentasport) und im Heimspiel am 15. Oktober gegen Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück sollten den Erlebnissen aber wieder Ergebnisse folgen, bevor die Verantwortlichen bei Viktoria auf Punkte statt auf Spielkultur setzen.

© dpa-infocom GmbH

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