Ministerium: Lage in Krankenhäusern sehr angespannt

09.12.2021 Die Corona-Situation in den Brandenburger Krankenhäusern spitzt sich weiter zu. «Wir haben nur noch sehr wenige freie Intensivbetten», sagte der Abteilungsleiter im Gesundheitsministerium, Michael Zaske, am Donnerstag im RBB-Inforadio. «Die Situation ist tatsächlich sehr angespannt und wird in den nächsten Tagen und Wochen sich noch zuspitzen.» Immer mehr Patientinnen und Patienten müssten in andere Bundesländer verlegt werden, aber auch dort sei das Ende der Kapazitäten absehbar.

Eine Mitarbeiterin der Pflege steht in einem Zimmer einer Corona-Intensivstation. Foto: Fabian Strauch/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Stand Freitag vergangener Woche sind nach Zaskes Angaben in Brandenburg 693 Covid-Patientinnen und -Patienten eingeliefert worden, Stand Mittwoch waren es schon 810. «Wir müssen mit dieser Steigerung weiter rechnen», erklärte er. Zudem gebe es einen «hohen Belegungsdruck» durch Nicht-Covid-Patienten, etwa wegen Unfälle. Die Verantwortlichen müssten darauf achten, dass Intensivbetten beispielsweise auch für Menschen mit Schlaganfällen, Herzinfarkten und Unfallverletzungen zur Verfügung stünden. Nicht zwingend lebensnotwendige Eingriffe würden in größerem Umfang verschoben.

Eine sogenannte Triage sei noch nicht notwendig. Damit ist gemeint, dass ausgewählt wird, wer Zugang zu intensivmedizinischer Behandlung bekommt und ob ein Patient mit schlechter Prognose sein Bett räumen muss für einen Erkrankten, dem bessere Chancen eingeräumt werden. Man versuche, bundesweit alle Möglichkeiten auszuschöpfen, eine Triage zu verhindern, sagte Zaske.

Die Zahl der Verlegungsfahrten steigt, wie Zaske erklärte. 16 Intensivpatienten seien in den letzten Tagen in andere Bundesländer verlegt worden, 13 davon nach Berlin. Erstmals werden nun auch drei Patienten nach Nordrhein-Westfalen verlegt. Leichtere Fälle würden in zu Ersatzkrankenhäusern bestimmte Reha-Krankenhäuser gebracht. Dafür stünden bislang sechs Reha-Kliniken mit 143 Betten zur Verfügung.

«Ich sehe mit großer Sorge auf die Gesamtsituation», sagte Zaske. «Es ist zwingend notwendig, dass wir ganz konsequent eindämmen in den nächsten Tagen und Wochen.» Die Corona-Infektionszahlen stiegen zwar momentan nicht weiter. Es gebe aber einen Nachlauf von rund zwei Wochen in die Kliniken.

© dpa-infocom GmbH

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