Impfungen in den Arztpraxen gehen auf hohem Niveau weiter

12.01.2022 Auch im neuen Jahr bleibt die Zahl der Corona-Impfungen in Berliner Arztpraxen auf hohem Niveau. Sie lag in der ersten Januarwoche bei täglich rund 20.000, wie die Kassenärztliche Vereinigung Berlin auf Anfrage mitteilte. Am vergangenen Montag seien es 13.000, am Dienstag wieder gut 20.000 gewesen, sagte KV-Sprecherin Dörthe Arnold der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt beteiligen sich den Angaben zufolge berlinweit gut 2700 Praxen niedergelassener Ärzte an den Impfungen.

Eine Spritze wird vor den Schriftzug «Impfung» gehalten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Unser impfstärkster Monat überhaupt war der Dezember», sagte Arnold. «Da hatten wir 660.000 Impfungen in den Praxen. Da ging es richtig rund.» Der bis dahin stärkste Monat wiederum sei der vergangene Juni mit 570.000 Impfungen gewesen.

Nach dem Corona-Lagebericht des Senats vom Mittwoch hat es berlinweit bisher insgesamt 6.930.392 Corona-Impfungen gegeben. 75,8 Prozent der Menschen in Berlin haben eine erste Impfung bekommen, 72,9 Prozent haben den Immunschutz von in der Regel zwei Impfungen. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey sagte am Dienstag, sie rechne damit, dass in Berlin in den nächsten Tagen eine Quote von 50 Prozent bei den Auffrischimpfungen erreicht werde.

Die KV Berlin hatte sich bereits Anfang Dezember dagegen ausgesprochen, dass sich zum Beispiel Apotheken an der Impfkampagne gegen Covid-19 beteiligen. Der Vorstand der KV begründete das unter anderem damit, dass der Impfstoff nicht einmal für bislang beteiligten Praxen ausreiche. An dieser Einschätzung habe sich nichts geändert. «Ausreichend Impfstoff ist aktuell immer noch nicht vorhanden», sagte Arnold.

Solange das so sei, sehe die KV es kritisch, bei den Corona-Impfungen Apotheker, Zahnärzte oder Tierärzte einzubeziehen. Mit Blick auf die Apotheken sei die KV grundsätzlich skeptisch. Sollte ausreichend Impfstoff für alle zur Verfügung stehen, könne darüber nachgedacht werden, Zahnärzte und Tierärzte mit dazu zunehmen, sagte Arnold.

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