Gote: Senat setzt strengere Regeln für Gastronomie rasch um

10.01.2022 Der Berliner Senat will die von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie vereinbarten strengeren Zugangsregeln für die Gastronomie schnell umsetzen. Das bekräftigte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote in einem Interview der «Berliner Morgenpost» (Montag). Berlin sei vorbereitet, das in dieser Woche umzusetzen, sagte die Grünen-Politikerin mit Blick auf die Senatssitzung am Dienstag.

Im Simon-Dach-Kiez sind an einem Lokal zwei Schilder "2 Regel" angebracht. Foto: Joerg Carstensen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das gelte auch für die ebenfalls von Bund und Ländern beschlossenen vereinfachten Quarantäneregeln. «Die verkürzte Quarantäne für Kontaktpersonen und Isolation von Infizierten wird auch in Berlin kommen», sagte Gote. «Und wir werden darüber sprechen, wie wir die Empfehlung des Bundes für FFP2-Masken im ÖPNV umsetzen.»

Die Regierungschefinnen und -chefs der Länder hatten sich bei Beratungen mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) am vergangenen Freitag vor dem Hintergrund der befürchteten Omikron-Welle auf eine 2G-plus-Regelung für Besuche in Restaurants, Kneipen oder Cafés geeinigt. Künftig sollen demnach dort nur noch Geboosterte oder doppelt Geimpfte mit tagesaktuellem Test Zugang erhalten.

Ebenfalls neu: Kontaktpersonen von Corona-Infizierten werden künftig von der Quarantäne ausgenommen, wenn sie eine Auffrischungsimpfung haben, frisch doppelt geimpft sind, geimpft und genesen oder frisch genesen sind. Als «frisch» gilt ein Zeitraum von bis zu drei Monaten. Für alle Übrigen sollen Isolation oder Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen enden, wenn sie sich nicht vorher «freitesten» lassen. Das geht nach sieben Tagen. Damit soll auch die Arbeitsfähigkeit der kritischen Infrastruktur gesichert werden, also etwa im Gesundheitswesen, bei Polizei oder Feuerwehr.

Gote will die nicht unkomplizierte neue Quarantäne-Regel in Berlin so einfach wie möglich gestalten. «Ich glaube, dass das, was wir in Berlin beschließen werden, noch zu verstehen ist», sagte sie in dem Interview. «Ich sage aber auch, wir müssen uns darauf einstellen, dass wir mit diesen hohen Infektionszahlen, die noch weiter in die Höhe gehen werden, die Nachverfolgung der Kontaktpersonen nicht mehr so gewährleisten können wie in den ersten Wellen.»

© dpa-infocom GmbH

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