Frühjahrsblüher harren auf großen Auftritt

29.01.2022 Noch gut vier Wochen ist Zeit. Ende Februar beginnt in der Regel der Run auf Frühjahrsblüher aus märkischen Gartenbaubetrieben. Käufer müssen sich noch etwas gedulden, ebenso wie die Pflanzen, die auf ihren großen Auftritt noch warten.

Zierpflanzengärtnerin Christine Branig sortiert in einem Gewächshaus Stiefmütterchen. Foto: Soeren Stache/dpa-Tentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In den Brandenburger Gartenbaubetrieben wird derzeit die Frühjahrssaison vorbereitet. Hyazinthen, Primeln, Narzissen oder Hornveilchen stehen in den Gewächshäuser jetzt sehr kühl. «Angesichts der derzeit relativ milden Außentemperaturen muss die Blühlaune der Pflanzen unterdrückt werden», sagte Benjamin Arnold, Geschäftsführer der Flora Gartenbau Arnold GmbH in Müncheberg (Landkreis Märkisch-Oderland) vor den Toren Berlins.

Die Pflanztische in seinen Gewächshäusern sind voll, hier und da, wo sich erste bunte Blüten in den Töpfen zeigen, müssen die Mitarbeiter einschreiten. «Die Blüten werden vorsichtig abgeknipst», sagte Arnold. Bis zur Saisoneröffnung in seinem Gartencenter am 25. Februar sollen die Pflanzen sich noch nicht beim Blühen verausgaben.

Die derzeitigen Witterungsbedingungen sind für die Branche nicht gerade einfach, sagte Andreas Jende, Geschäftsführer des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg. «Es ist derzeit eindeutig zu warm», sagte er. Wenn in den Betrieben nicht aufgepasst werde, starte dort der Frühling zu früh. Die Ware sei aber kaum verkäuflich, da die Gartensaison frühestens Anfang März für die Bepflanzung von Balkonkästen und Schalen beginne.

«Nach den Erfahrungen der vergangenen beiden Corona-Jahre haben die Gartenbaubetriebe gelernt, dass wegen der nicht möglichen Reisen viele Menschen ihr Geld für den Kauf von Pflanzen ausgeben, um sich das Umfeld ansprechend zu gestalten», sagte Jende. Die Umsätze in den vergangenen Jahren seien dementsprechend gut gewesen.

Für dieses Jahr sieht der Geschäftsführer des Gartenbauverbandes Kostensteigerungen in den Betrieben. Ob die dann die weitergegeben werden können, müsse sich zeigen. Höhere Ausgaben fielen unter anderem durch gestiegene Preise für Energie und Sprit an, aber auch durch die seit Jahresanfang geltenden neuen Mindestlöhne: statt 9,60 werden seit Jahresanfang 9,82 Euro je Stunde fällig und ab 1. Juli 10,45 Euro. Im Zierpflanzenbau machten die Löhne etwa 60 bis 70 Prozent der Kosten aus.

In der Floraland GmbH werden derzeit die nächsten Pflanzen vorbereitet, um zeitlich gestaffeltes Wachstum zu ermöglichen. Etwa 20 bis 30 Sorten der unterschiedlichsten Frühjahrsblüher hat der Betrieb im Angebot in fast allen Farben: von Schneeweiß, über Rosa bis zu sattem Dunkelrot. Nach den Frühjahrsblühern starten die Balkon- und Beetpflanzen. «Dann stehen Petunien, Geranien, Verbenen und Männertreu bei uns im Mittelpunkt», sagte Arnold.

In Brandenburg gibt es nach Angaben des Landesgartenbauverbandes 70 Unternehmen im Zierpflanzenbau.

© dpa-infocom GmbH

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