Frankfurt (Oder) startet Kampagne für Zukunftszentrum

17.01.2022 Frankfurt (Oder) will als Bewerberin das von der Bundesregierung geplante Zukunftszentrum an die Oder holen und startet eine Unterstützungskampagne. Der Oberbürgermeister sieht seine Stadt aus verschiedensten Gründen als Standort besonders geeignet.

René Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Bewerbung der Stadt Frankfurt (Oder) als Standort für das geplante «Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit» geht in die nächste Phase. Die Stadtverwaltung startete nach eigenen Angaben am Sonntagabend eine Kampagne unter dem Motto «Stadt der Brückenbauer». Den Standort für das von der Bundesregierung geplante Zukunftszentrum sehe die Stadt an der Brücke nach Polen in der Slubicer Straße, wie Pressesprecher Uwe Meier am Montag mitteilte. Ziel der digitalen Bewerbungskampagne sei es, über die Webseite www.stadt-der-brueckenbauer.de und gleichnamige Kanäle auf Youtube, Facebook oder Instagramm und Twitter in den kommenden Wochen noch mehr Unterstützerinnen und Unterstützer für das Vorhaben zu gewinnen. «Wir wollen es denjenigen, die es am Ende entscheiden, leicht machen, ja zu sagen und schwer machen, nein zu sagen», so Meier. Zuvor hatte der RBB berichtet.

Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass sie an den Plänen für ein «Zukunftszentrum für europäische Transformation und Deutsche Einheit» festhält. Schon Anfang 2022 soll demnach die Standortsuche beginnen. Voraussichtlich bis Mitte 2022 soll klar sein, welche Stadt den Zuschlag erhält. Das Zentrum soll in Ostdeutschland gebaut werden und bis 2027 fertig sein. Der Standort wird über einen Wettbewerb ermittelt. Außer Frankfurt (Oder) haben unter anderem Leipzig, Dresden, Halle an der Saale, Jena, Chemnitz und Magdeburg ihren Hut in den Ring geworfen. Das Zentrum werde sich mit den Veränderungen in den vergangenen 30 Jahren in Deutschland befassen, aber es werde auch ein «Brückenschlag in die Zukunft» sein, so die Bundesregierung. Das vorgeschlagene Transformationszentrum soll ein kreativer Ort der Begegnung, des Wissens und des Austauschs sein.

Die bis jetzt bekannt gegebenen Wettbewerbsbedingungen sehen unter anderem vor, dass der Standort des Zukunftszentrums im Osten der Republik zu liegen hat und deutliche Bezüge zu den Themen Transformation und Deutsche Einheit nachweisen kann. Zudem muss der Standort an eine wissenschaftliche Einrichtung mit entsprechendem Profil angebunden und auch für internationale Gäste gut erreichbar sein. Eine weitere Bedingung ist, dass die Ansiedlung des Zukunftszentrums dem Standort einen signifikanten strukturellen und wirtschaftlichen Impuls geben würde.

Außerdem soll ein angemessenes Bestandsgebäude oder eine freie Fläche baufrei übergeben werden können, so dass einer baulichen Fertigstellung des Zukunftszentrums bis 2027 nichts im Wege steht.

Den Standort für das Zentrum an der Brücke nach Polen sieht die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben als Symbol für diesen Teil der Transformation. Dort, wo die Stadt einmal geteilt war, sei sie mit Słubice als «Doppelstadt» wieder zusammengewachsen, erklärte Sprecher Meier.

Nach Einschätzung von Oberbürgermeister René Wilke (Linke) erfüllt die Stadt für den Standort alle 13 vorgegebenen Kriterien. Mit der jetzt gestarteten Kampagne «Stadt der Brückenbauer» sollen nach Angaben Wilkes noch mehr Menschen informiert und überzeugt werden.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Bundesliga: Bericht: Favre kehrt nach Gladbach zurück

Musik news

Neues Album: Harry Styles: Ein musikalischer Befreiungsschlag

People news

Popsänger: Ed Sheeran freut sich über ein Mädchen

Musik news

Deutsch-Pop: Kölner Band Erdmöbel zwischen Alltag und Euphorie

Auto news

Preis runter, Fahrer munter?: Der Tankrabatt kommt: Was Autofahrer jetzt wissen müssen

Handy ratgeber & tests

Featured: iOS 15.6: Alle Infos zum iPhone-Update

Reise

Bundesrat macht Weg frei: 9-Euro-Tickets für Busse und Bahnen kommen zum 1. Juni

Das beste netz deutschlands

Gefährliche Mails: Phishing-Betrüger auf Paypal-Raubzug

Empfehlungen der Redaktion

Regional berlin & brandenburg

Kommunen: Städte unterstützen Zukunftszentrum in Frankfurt (Oder)

Regional berlin & brandenburg

Ostbeauftragter will positives Image für Ostdeutschland

Regional sachsen anhalt

Transformation: «Zukunftszentrum» im Osten wird konkreter: Wo kommt es hin?

Regional thüringen

Standortwettbewerb: Eisenach mit offizieller Bewerbung für «Zukunftszentrum»

Regional sachsen

Plauen will groß feiern: Stadt der Friedlichen Revolution

Regional thüringen

Ramelow äußert hohe Erwartungen an neuen Ost-Beauftragten

Regional berlin & brandenburg

Wohnraum: Woidke und Giffey: Faire Verteilung der Kriegsflüchtlinge

Regional sachsen anhalt

Regierung: Schneider hofft auf Intel-Effekt auch in Thüringen