Demonstrationen gegen und für Corona-Politik

18.01.2022 Mehr als 6000 Menschen haben am Montagabend in Berlin gegen die Corona-Auflagen demonstriert. Unter den zahlreichen Demonstrationen in vielen Berliner Bezirken waren laut Polizei auch etwa zehn Gegenveranstaltungen, die die Maßnahmen verteidigten. Insgesamt seien rund 6500 Menschen auf den Straßen gewesen, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Menschen einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen stehen vor dem ZDF-Hauptstadtstudio. Foto: Fabian Sommer/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Polizei nahm insgesamt 252 Demonstranten fest, vor allem wegen Ordnungswidrigkeiten wie Verstößen gegen die Maskenpflicht. Zudem gab es Strafanzeigen wegen Angriffen und Widerstands gegen Polizisten, Beleidigungen und gefälschter Impfpässe. Außerdem sprach die Polizei 78 Platzverweise aus. Rund 750 Polizisten waren im Einsatz. Vier Polizisten wurden bei Rangeleien leicht verletzt.

Die größten Demonstrationen liefen mit 850 Teilnehmern durch Alt-Tegel und mit rund 800 Menschen vom Alexanderplatz aus durch Mitte. Die Polizei drängte in Mitte einige Gegendemonstranten von der linksradikalen Antifa ab, die gezielt stören wollten. Gegen 27 Demonstranten wurden Platzverweise ausgesprochen.

Vor dem ZDF-Hauptstadtstudio an der Straße Unter den Linden stoppte die Demonstration für eine Kundgebung, bei der ein Redner «die deutschen Medien» als «gleichgeschaltet wie 1933» und «Lügenpresse» beschimpfte. Auf Transparenten stand: «Geimpfte und Ungeimpfte gegen die Impfpflicht». Aus einem Lautsprecher-Wagen tönte: «Merkel, Spahn, Steinmeier, Drosten in den Knast». Eine Gegenkundgebung am Alexanderplatz war mit dem Motto «Geradedenken gegen Querdenken und Rechts» angemeldet worden.

Demonstriert wurde unter anderem auch in Spandau, Neukölln, Hellersdorf und Köpenick. In Pankow löste die Polizei eine Demonstration auf, weil die Teilnehmer die Hygienemaßnahmen «massiv» missachtet hätten. Die Polizei griff auch in Kreuzberg und Charlottenburg ein, weil Demonstranten keine Masken trugen.

Der Montagabend wurde von Initiatoren der Corona-Proteste in vielen Bundesländern als Termin gewählt, um an Demonstrationen von Bürgerrechtlern in der DDR 1989 zu erinnern. In den vergangenen Wochen demonstrierten am Montagabend in vielen Städten Deutschlands tausende Menschen.

© dpa-infocom GmbH

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