Charité-Chef: Starker Anstieg der Corona-Intensivpatienten

16.11.2021 Der Vorstand des Berliner Charité, Heyo Kroemer, rechnet in den kommenden Wochen mit einem deutlichen Zuwachs der Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen. «Wir haben in der letzten Woche gemeinsam Tage erlebt, wo sich 50.000 Menschen am Tage infiziert haben beziehungsweise als infiziert detektiert wurden», sagte er am Dienstag in Berlin. «Wir gehen heute davon aus, dass von diesen 50.000 Infizierten (...) etwa 0,8 Prozent intensivpflichtig werden.» Das bedeute, dass mit zeitlicher Verzögerung in rund drei Wochen am Tag ungefähr 350 bis 400 Corona-Patienten neu auf die Intensivstationen kämen. Dadurch werde das Gesundheitssystem «extrem herausgefordert».

Heyo Kroemer, Vorstand Charite,spricht.. Foto: Wolfgang Kumm/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zur Einordnung: Laut Divi-Intensivregister waren am Dienstag bundesweit rund 19.700 Intensivbetten belegt und knapp 2500 frei. Hinzu kommt eine Notfallreserve von 9600 Intensivbetten.

An der Charité würden derzeit über 70 Covid-19-Patienten auf der Intensivstation behandelt, darunter 17 künstlich beatmet, berichtete Kroemer. Hinzu kämen 60 Covid-Patienten auf Normalstationen. Durch die starke Zunahme zuletzt sei die Klinik gezwungen, sich personell stärker darauf zu konzentrieren. Folge: Ein Drittel aller Operationen finde derzeit nicht statt, soweit geplante Eingriffe nicht akut lebensbedrohlich seien.

Der Geschäftsführer des landeseigenen Klinikkonzerns Vivantes, Johannes Danckert, beschrieb die Situation in seinen Häusern als dramatisch. Viele Ärzte und Pflegekräfte arbeiteten schon jetzt am Limit. Auf den Stationen herrsche «eine gewisse Frustration»: Die Beschäftigten könnten den Widerstand gegen Impfungen nicht verstehen und auch nicht, warum manche Menschen keine Maske tragen. Sie beklagten einen «egoistischen Umgang mit dem Leben anderer».

«Diese Einschätzung teile ich», so Danckert. Sie manifestiere sich dadurch, dass sich Corona-Patienten sogar darüber beschwerten, dass ihre Behandlung in der Klinik zu lange dauere.

© dpa-infocom GmbH

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