Brandenburg wartet auf afghanische Ortskräfte

19.08.2021 Brandenburg erwartet wie auch andere Bundesländer afghanische Ortskräfte zur Erstversorgung. An diesem Donnerstag sollen die ersten ankommen. Für Hunderte ist Platz - wie viele kommen, ist noch ungewiss.

Ein Flugzeug der Lufthansa landet am Flughafen Frankfurt. Foto: Sebastian Gollnow/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Brandenburg werden für diesen Donnerstag erstmals seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban Ortskräfte und ihre Familien aus Afghanistan erwartet. Das Land hatte dem Bund wie auch andere Bundesländer seine Aufnahmebereitschaft für die Erstversorgung signalisiert. Nach der geplanten Ankunft auf dem Flughafen in Frankfurt am Main am frühen Morgen sollen die Menschen nach einem Verteilschlüssel in die Bundesländer weiterreisen. Einige werden wohl auch in Brandenburg bleiben. Wie viele das sind, ist nach Angaben eines Sprechers des Potsdamer Innenministeriums von Mittwoch noch völlig ungewiss.

«Genaue Zahlen kennen wir noch nicht. Dass ergibt sich im Laufe der Nacht, spätestens morgen nach Ankunft der Flieger. Wir rechnen intern aber mit 100 bis 150, könnten im Extremfall aber maximal 350 aufnehmen», sagte der Sprecher.

Der Sprecher des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jochen Hövekenmeier, hatte gesagt: «Es ist wichtig, dass wir diesen Menschen jetzt Schutz bieten und sie erst einmal in Ruhe ankommen können.» Das BAMF koordiniert gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium die Verteilung zur Erstaufnahme in die Länder.

Bei der Erstaufnahme geht es darum, die Ankommenden zu registrieren, Formalitäten zu klären und sie mit dem Nötigsten zu versorgen, bevor sie dann auch in andere Länder weiterreisen sollen. Das Innenministerium Brandenburg geht davon aus, dass sie nach ihrer Ankunft wahrscheinlich drei bis vier Tage in Brandenburg bleiben werden.

Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan am vergangenen Wochenende hatten Deutschland und andere westliche Staaten begonnen, ihre Staatsbürger und gefährdete afghanische Ortskräfte, die etwa für die Bundeswehr oder Hilfsorganisationen gearbeitet haben, in großer Eile auszufliegen. Daran ist die Bundeswehr beteiligt.

In der Außenstelle der Zentralen Ausländerbehörde in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) ist nach Angaben des Innenministeriums in Potsdam Platz für etwa 350 Menschen. Sie werden auf das Coronavirus getestet, erhalten ein Hygienepaket, bei Bedarf medizinische Unterstützung und Kleidung, falls dies erforderlich ist. Bevor sie dann weiter in andere Bundesländer kommen, soll zusätzlich ein PCR-Test gemacht werden.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

2. bundesliga

Deutscher Fußball-Bund: Impfpass-Skandal: DFB sperrt Trainer Anfang bis Juni

Internet news & surftipps

Urteil: EU-Gericht erklärt Milliardenstrafe gegen Intel für nichtig

Gesundheit

Belastungsgrenze kennen: Mit Long Covid im Beruf langsam starten

Internet news & surftipps

Telekommunikation: Marktforscher: Apples iPhone Nummer eins in China

Internet news & surftipps

Corona-Pandemie: Baden-Württemberg steigt bei Luca-App aus

Auto news

CO2-Emissionen: Mit dem E-Auto und der THG-Quote Geld verdienen

Tv & kino

Film: Berlinale beruft weitere Jurymitglieder

People news

Schauspieler: Hardy Krüger Jr.: «Papa, Du warst ein echter Glückspilz»

Empfehlungen der Redaktion

Inland

Bundeswehr-Helfer: Afghanische Ortskräfte in Brandenburg angekommen

Regional berlin & brandenburg

25 Afghanen als Ortskräfte anerkannt: Programm gefordert

Regional berlin & brandenburg

Rund drei Dutzend afghanische Ortskräfte eingetroffen

Regional berlin & brandenburg

Weitere Ortskräfte aus Afghanistan nach Brandenburg

Regional berlin & brandenburg

Keine Klarheit in Berlin über afghanische Ortskräfte

Ausland

Taliban: Tausende afghanische Ortskräfte warten auf Ausreise

Regional niedersachsen & bremen

Bundeswehr bringt erstmals Gerettete nach Deutschland

Regional berlin & brandenburg

Sozialsenatorin fordert Hilfe für afghanische Ortskräfte