Banküberfall in Berlin-Wilmersdorf: Angeklagter schweigt

31.08.2021 Sieben Monate nach einem bewaffneten Überfall auf eine Bankfiliale in Berlin-Wilmersdorf hat der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Täter begonnen. Der 40-Jährige soll mit bislang unbekannten Komplizen agiert haben. Eine Angestellte sei überwältigt und mit einer Schusswaffe bedroht worden, heißt es in der am Dienstag verlesenen Anklage. Die Täter hätten versucht, sie zum Öffnen des Tresorraumes zu zwingen. Weil sie das Eintreffen von Polizei bemerkt hätten, seien sie ohne Beute geflohen. Die drei Verteidiger erklärten, ihr Mandant werde zunächst schweigen.

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Anklage gegen die 40-Jährigen lautet auf versuchten schweren Raub und gefährliche Körperverletzung. Zudem wird dem fünffachen Vater unerlaubter Besitz von Dopingmitteln zur Last gelegt. 20 Ampullen Testosteron, die er zu seinem Muskelaufbau verwenden wollte, seien in einer von ihm genutzten Garage gefunden worden.

Der 40-Jährige soll in der Nacht zum 2. Februar dieses Jahres entweder allein oder mit Mittätern die Notausgangstür einer Filiale der Commerzbank aufgebrochen haben. Am Morgen hätten sich der Angeklagte und ein Mittäter in die Räumlichkeiten der Bank begeben. Ein dritter Komplize habe den Außenbereich abgesichert, heißt es in der Anklage. Als eine Bankangestellte eintraf, sei sie gewaltsam zu Boden gebracht und leicht verletzt worden.

Die Frau habe die maskierten Männer allerdings davon überzeugen können, dass zum Öffnen des Tresorraums die Anwesenheit eines zweiten Bankmitarbeiters vonnöten sei, so die Anklage. «Nach mehreren Minuten Wartezeit bemerkten sie jedoch das Eintreffen der über einen ausgelösten Alarm alarmierten Polizei und verließen ohne Beute fluchtartig die Bank.»

Der Angeklagte wurde drei Wochen nach dem gescheiterten Überfall festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Mann stand schon einmal unter Verdacht, an einem Raubüberfall beteiligt gewesen zu sein. Nach mehrmonatigem Prozess im Fall eines Überfalls auf einen Geldtransporter in Berlin war der 40-Jährige freigesprochen worden. Für den jetzigen Prozess sind bislang 13 weitere Tage bis zum 7. Dezember terminiert.

© dpa-infocom GmbH

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