«Wir sind Kirche» nennt Benedikts Stellungnahme «peinlich»

24.01.2022 Die katholische Reformbewegung «Wir sind Kirche» hat die Stellungnahme des emeritierten Papstes Benedikt XVI. mit der Korrektur einer Aussage zum Münchner Missbrauchsgutachten als «peinlich» bezeichnet. «Was immer noch fehlt, ist sein persönliches Schuldeingeständnis», sagte «Wir sind Kirche»-Sprecher Christian Weisner der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Eine Figur des emeritierten Papstes Benedikt XVI. hängt an einer Fassade. Foto: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hatte eingeräumt, bei seiner Stellungnahme für das Missbrauchsgutachten des Erzbistums München und Freising eine falsche Aussage gemacht zu haben. Er habe demnach anders als zunächst behauptet doch im Jahr 1980 als Erzbischof von München und Freising an einer Sitzung teilgenommen, bei der laut Gutachten über einen Priester gesprochen worden sein soll, der mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern auffällig geworden war. Der Priester wurde danach wieder im Bistum eingesetzt und missbrauchte erneut Kinder.

Durch falsche Entscheidungen im Fall dieses Priesters sei «vielen Betroffenen großes Leid zugestoßen. Das hätte durch ihn verhindert werden können. Dieser Gesamtverantwortung muss er sich stellen», sagte Weisner. «Es ist höchst peinlich und unglaubwürdig, dass Joseph Ratzinger seine erste Stellungnahme zum Münchner Gutachten in einem so entscheidenden und leicht nachprüfbaren Punkt korrigieren muss».

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