Großes Dino-Skelett in Oberbayern gebaut

08.12.2021 Monatelang bauen Dino-Experten in Oberbayern an einem riesigen Skelett. Aus Hunderten Knochen erstellen sie einen der bekanntesten Dinosaurier. Das Besondere: Viele der Knochen sind echt. Nun geht das Skelett auf große Reise.

Paläontologe Frederik Spindler steht neben dem Skelett eines Tyrannosaurus rex. Foto: Sven Hoppe/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein rund elf Meter langes und vier Meter hohes Skelett eines Tyrannosaurus rex haben Dinosaurier-Experten in Oberbayern zusammengebaut. Es bestehe aus echten Fossilien und nachgebauten Knochen, sagte Paläontologe Frederik Spindler vom Dinosaurier Museum Altmühltal in Denkendorf im Landkreis Eichstätt. Etwa 75 Knochenteile sind versteinerte Originale, die übrigen der 300 Knochen sind aus einem speziellen Kunststoff angefertigt worden.

Das komplette Skelett wiegt nach Angaben von Spindler rund 750 Kilogramm. Es wird in den kommenden Wochen in Oberbayern wieder in seine Einzelteile zerlegt, in die USA verschickt und dort von einem Team aus Denkendorf wieder aufgebaut. Empfänger des Skeletts ist ein Millionär aus den USA. Spindler zufolge sucht der Mann noch nach einem Platz für das große Exponat - er will es der Öffentlichkeit zugänglich machen. Rund acht Millionen Euro ist das Skelett wert.

Unter den Original-Fossilien sind nach Museumsangaben mehrere Schädelknochen, alle Hüftknochen, fast alle länglichen Beinknochen, Rippen und Wirbel. Die übrigen Teile wurden durch Präparatoren mit Kunststoffabgüssen ergänzt. Ein Stahlgestell hält nun alle Teile zusammen.

Der Tyrannosaurus rex wird auch T. rex genannt und ist der wohl bekannteste Dinosaurier weltweit. Er lebte vor 68 bis 66 Millionen Jahren in der Kreidezeit und war ein furchterregender Jäger. Der Saurier gehörte zu den größten Fleischfressern, die es je gab. Fachleute gehen davon aus, dass ausgewachsene T. rex gut fünf Tonnen wogen und 20 Jahre lebten.

Bis heute wurden die Überreste von weniger als hundert verschiedenen Tyrannosaurus rex gefunden - oft nur einzelne Knochen, wie US-Wissenschaftler im April im Fachmagazin «Science» berichteten. Rund 32 Skelette seien im Frühjahr in Museen weltweit ausgestellt gewesen.

© dpa-infocom GmbH

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