FC Ingolstadt: «Wir werden uns aufrichten»

23.01.2022 Zwei Spiele, zwei Niederlagen - der zarte Ingolstädter Aufschwung unter Trainer Rehm scheint nach der Winterpause schon wieder dahin. Darmstadt dominiert im Sportpark. Und die neue Nummer 1 muss raus.

Ingolstadts Torwart Robert Jendrusch und Stefan Kutschke klären gemeinsam auf der Torlinie. Foto: Stefan Puchner/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem nächsten ernüchternden Tiefschlag für den FC Ingolstadt gegen den neuen Tabellenführer formulierte Rüdiger Rehm erste Durchhalteparolen. «Wir lassen den Kopf oben, das kann ich versprechen», sagte der schon dritte FCI-Coach der Saison nach dem 0:2 (0:1) gegen den SV Darmstadt 98, bei dem ein Klassenunterschied zwischen den beiden Fußball-Zweitligisten offenbar wurde.

Der 43-jährige Rehm ist ein Kämpfer, auch wenn der Start 2022 für den Tabellenletzten mit zwei Niederlagen frustrierend ausfällt. «Ich habe der Mannschaft gesagt: Wir werden kämpfen! Wir werden fighten! Wir haben einfach einen Gegner erwischt, der an dem Tag nichts zugelassen hat. Wir werden uns aufrichten und versuchen, es in zwei Wochen wieder so stabil hinzukriegen, wie wir es vor der Winterpause mal hatten.» Nach zwei Trainingswochen geht es für die Schanzer am 4. Februar mit der kniffligen Derby-Aufgabe beim 1. FC Nürnberg weiter.

«Die Hoffnung haben wir nicht aufgegeben», versicherte auch Angreifer Stefan Kutschke nach der 14. Niederlage im 20. Saisonspiel. Freilich wüssten alle, «wie schwer das ist», den Abstieg noch abzuwenden. Die Lilien waren am Samstag als Gegner mindestens eine Nummer zu groß. «Fakt ist: Darmstadt war die bessere Mannschaft, auch wenn wir die erste Halbzeit offen gestalten konnten», kommentierte Kutschke.

Offen war die Partie tatsächlich nur bis zum 0:1 durch ein Traumtor von Tim Skarke in der 15. Minute. «Das hat schon einen kleinen Knick gegeben», gestand Neuzugang Florian Pick, der für die einzigen gefährlichen Abschlüsse der offensivschwachen Schanzer sorgte.

«Die Effektivität ist wieder unser Thema», stöhnte Kutschke. Er blickte ein wenig neidisch auf den Gegner: «Darmstadt ist von der Abgezocktheit her eine richtig gute Zweitliga-Mannschaft.»

Auf 31 Torschüsse kamen die Hessen. Bis zum 0:2 von Aaron Seydel dauerte es aber bis zur 82. Minute. Dabei beklagten die Schanzer eine Unsportlichkeit, weil die Gäste weiterspielten, als Ingolstadts Hans Nunoo Sarpei in Höhe der Mittelfeldlinie verletzt am Boden lag.

Unglücklich ist auch der Start von Torwart Dejan Stojanovic beim FCI verlaufen. Bei der Niederlage in Heidenheim patzte Rehms neue Nummer 1 entscheidend. Und gegen Darmstadt musste der Österreicher zur Pause verletzt raus. Er wurde durch Robert Jendrusch ersetzt, der beim zweiten Gegentor keine gute Figur machte.

«Er hat sich am Knie verletzt», sagte Rehm über Stojanovic. Eine genaue Diagnose konnte er nach dem Spiel noch nicht abgeben - «aber er konnte nicht mehr weiterspielen». Das klang nicht gut. Ein Ausfall ist zu befürchten.

© dpa-infocom GmbH

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