«Bergdoktor»-Autor: Die Welt von Dr. Gruber ist nicht heil

25.01.2022 Die vermeintlich heile Welt des ZDF-«Bergdoktors» ist nach Einschätzung eines Drehbuch-Verantwortlichen eigentlich ein Trümmerfeld. «Es heißt oft, beim «Bergdoktor» gehe es um eine heile Welt. Aber die Welt beim «Bergdoktor» ist eigentlich ganz und gar nicht heil», sagte der Münchner Autor Philipp Roth im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Alles liegt durch Krankheit und private Krisen in Trümmern. Aber Dr. Martin Gruber schafft es, dass die Betroffenen in der Krise zusammenrücken.»

Der Münchner Autor Philipp Roth. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der 49-jährige Roth erfindet - gemeinsam mit einem Autorenteam - die Geschichten rund um Dr. Martin Gruber. Seit Staffel 1 ist Philipp Roth im Auftrag der Neuen Deutschen Filmgesellschaft (ndf) dabei. Aktuell läuft immer donnerstags um 20.15 Uhr die 15. Staffel mit Schauspieler Hans Sigl in der Rolle des «Bergdoktors».

In der ZDF-Serie bekommt es der «Bergdoktor» mit den schwierigsten Krankheiten zu tun, löst nicht selten persönliche Dramen seiner Patienten und pflegt nebenbei sein eigenes, nicht unkompliziertes Familienleben. Roth sagte, eines seiner Anliegen beim «Bergdoktor» sei es, «die Stärke des Menschen in der Krise betonen und seine Fähigkeit, zu kommunizieren».

Bei aller Dramatik soll aber der Humor nicht fehlen. Ein Beispiel hierfür seien die Frotzeleien zwischen Dr. Gruber und dem Chirurgen Dr. Alexander Kahnweiler (Mark Keller). «Gerade im Krankenhaus spielen sich die tragischen Szenen ab und deswegen war es mir wichtig, genau in diesem Umfeld Humor reinzubringen.» Bei den Krankheitsfällen lassen sich Roth und sein Autorenteam von dem Arzt und Autor Pablo Hagemeyer medizinisch beraten.

Philipp Roth stammt aus Münster und hat unter anderem an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg studiert. Sein erstes Drehbuch schrieb für die Kinokomödie «Schwere Jungs» (2006), die von Regisseur Markus Rosenmüller verfilmt wurde.

Dass er in dem US-Schriftsteller Philip Roth (1933-2018) einen berühmten Namensvetter hat, nimmt Roth mit Humor. Ein Freund habe ihn im Alter von 16 Jahren darauf aufmerksam gemacht und ihm ein Buch geschenkt. «Von da an bekam ich jedes Jahr von irgendjemandem zum Geburtstag einen Philip-Roth-Roman geschenkt. Vielleicht sollte sich Philipp Roth mal an eine Philip-Roth-Adaption wagen.»

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