Bayerns Apotheker offen für Impfungen: Aber wie umsetzen?

30.11.2021 Impfen, was das Zeug hält. Dazu will die Politik auch Apotheker bringen. Die sind zwar grundsätzlich bereit zum Spritzen. Doch es gibt noch einige Hindernisse.

Eine Frau steht vor einem Impfzentrum im Münchner Rathaus. Foto: Felix Hörhager/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Bayerische Apothekerverband hat sich grundsätzlich offen für Impfungen gegen das Coronavirus gezeigt - jedoch fehlen die politischen Vorgaben. «Apotheker kennen sich mit Impfstoff aus», sagte Verbandssprecher Thomas Metz. Modellprojekte mit Grippeimpfungen zeigten, dass sie Impfstoff spritzen könnten. Es gebe jetzt zwar Forderungen von Politikern, dass in Apotheken auch gegen Corona geimpft wird. Aber: «Wie soll denn die politische Umsetzung ausschauen, wie werden Gesetze geändert? Das alles ist noch nicht geklärt.»

Zudem sei es auch eine Frage der Kapazitäten und Ressourcen. «Auch Apotheken sind absolut am Limit, um alle hinzugekommenen Aufgaben zu erledigen», so Metz. Dazu zählten zum Beispiel die Impfstofflieferungen an Praxen, Schnelltests oder Impfzertifikate.

Zur Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland sollen aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder künftig auch Apotheken und Zahnärzte mit einbezogen werden. Der Bund sei gebeten, die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, hatte der Vorsitzende der Ressortchefs, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, am Montag in München nach einer Schaltkonferenz gesagt.

Gegen Impfungen in der Apotheke stellte sich allerdings die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB). «Acht Millionen Impfungen insgesamt und über 150 000 an einem Wochenende beweisen eindrucksvoll das anhaltend große Engagement der bayerischen Praxen im Kampf gegen die Corona-Pandemie», hieß es in einer Mitteilung der KVB. «Es könnten noch weit mehr sein, wenn die Impfstoffverteilung durch das zuständige Bundgesundheitsministerium endlich in geordneten Bahnen verlaufen würde - also ohne Kontingentierung und kurzfristige Umstellungen bei Impfstoffen. Die Diskussion darüber, ob man auch in Apotheken impfen sollte, ist hingegen überflüssig.» Wenn die Praxen und Impfzentren ausreichend Impfstoff erhalten, seien sie in der Lage, die Impfkampagne weiter voranzubringen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

2. bundesliga

Relegation: Hamburgs Selbstverständlichkeit des Sieges

People news

Ex-Tennis-Star: Anwalt: Boris Becker geht es Umständen entsprechend gut

Tv & kino

Featured: Neues von Westworld Staffel 4: Sky zeigt die neuen Folgen der dystopischen Serie parallel zur US-Premiere

Gesundheit

Robert Koch-Institut: Bei Kindern aktuell häufiger Grippe als Corona festgestellt

Auto news

Studie von Mercedes-AMG: Elektro-Supersportwagen Vision AMG für 2025 geplant

People news

US-Unternehmer: Elon Musk weist Vorwurf sexueller Belästigung zurück

Das beste netz deutschlands

Chatbots & Co: Geht Kundendienst auch ohne Telefon?

Internet news & surftipps

Elektronik: Barrierefreiheit: Neue Bedienungshilfen für Smartphones

Empfehlungen der Redaktion

Regional bayern

Söder pocht auf Impfen in Apotheken: Bund-Länder-Runde

Regional nordrhein westfalen

Viele Apotheker stehen für Corona-Impfungen bereit

Regional bayern

Bayerns Apotheken starten Corona-Impfungen

Regional bayern

Landkreise klagen über Probleme bei Impfstoffversorgung

Regional nordrhein westfalen

Apotheken in NRW wollen ab Mitte Januar eigenständig impfen

Regional nordrhein westfalen

Apothekerverband: Bestellte Impfdosen komplett verimpft

Regional bayern

Corona: 4100 Dosen: Ernüchternde Bilanz von Impfungen in Apotheken

Regional nordrhein westfalen

Corona-Impfungen in Apotheken gestartet