Bayern muss noch über Fortsetzung der Luca-App entscheiden

13.01.2022 Der Freistaat Bayern hat noch keine Entscheidung getroffen, ob er auch weiterhin auf die umstrittene Luca-App bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten setzen will. Das sagte ein Sprecher des Digitalministeriums in München. Die Lizenz sei im vergangenen Jahr für zwölf Monate gekauft worden und laufe am 5. April aus.

Das Symbol der Luca-App ist auf einem Smartphone zu sehen. Foto: Christoph Soeder/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Luca-App, an der unter anderem der Rapper Smudo («Die Fantastischen Vier») beteiligt ist, war im vergangenen Frühjahr bekanntgeworden und von Anfang an heftiger Kritik ausgesetzt. Unter anderem der Chaos-Computer-Club (CCC) hatte bemängelt, ihre Sicherheitsarchitektur sei nicht ausreichend, der Nutzen fraglich.

Kritiker der App, darunter über 70 Experten deutscher Hochschulen, stören sich vor allem daran, dass die Daten zentral gespeichert werden. Die Macher der Luca-App verweisen darauf, dass die Daten durch eine starke Verschlüsselung geschützt sind und nur vom Gesundheitsamt abgerufen werden können. Außerdem würden die Anwenderinnen und Anwender der App über jede Datenabfrage informiert.

Die Luca-App funktioniert mit einer Art virtuellen Visitenkarte: Nutzer müssen zunächst ihre Kontaktdaten eingeben. Das Programm verschlüsselt die Informationen und generiert wechselnde QR-Codes. Mit den Codes können sich die Nutzer dann in Restaurants, Kinos oder bei Veranstaltungen anmelden, ohne sich per Hand in eine Liste eintragen zu müssen.

Tritt im Umfeld eine Infektion auf, kann das Gesundheitsamt die gefährdeten Besucher über die App ermitteln oder gezielt Warnungen an die Betroffenen ausspielen. Das Luca-System ist nämlich direkt an die von den Gesundheitsämtern genutzte Software Sormas angebunden. Für andere sind die persönlichen Daten nicht einsehbar.

Unklar ist, wie intensiv das Luca-System in den Gesundheitsämtern überhaupt genutzt wird, zumal viele die Kontaktnachverfolgung fast eingestellt haben. Seit geraumer Zeit bietet auch die Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts, die von den Unternehmen SAP und Deutsche Telekom entwickelt wurde, viele der Luca-Funktionen. Dazu gehört auch ein Modus, um Kontakte bei Events in geschlossenen Räumen zu erfassen. Die Macher der Luca-App sind der Ansicht, dass sich die Corona-Warn-App und Luca konzeptionell ergänzen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Musik news

Tourstart: Pyrotechnik gegen Gewitter - Rammstein zurück auf der Bühne

Fußball news

Premier League: Man City oder Liverpool? - Fernduell um die Meisterschaft

People news

Königshaus: Bericht: Mitglieder der Royals beherbergen Flüchtlinge

Tv & kino

«Top Gun: Maverick»-Star: Miles Teller fand Flugtraining anstrengend

Internet news & surftipps

Brasilien: Musk trifft Bolsonaro: Satelliten-Internet für Amazonas

Auto news

Preis runter, Fahrer munter?: Der Tankrabatt kommt: Was Autofahrer jetzt wissen müssen

Handy ratgeber & tests

Featured: iOS 15.6: Alle Infos zum iPhone-Update

Reise

Bundesrat macht Weg frei: 9-Euro-Tickets für Busse und Bahnen kommen zum 1. Juni

Empfehlungen der Redaktion

Regional berlin & brandenburg

Pandemie: Datenschutzbeauftragte kritisiert Einsatz der Luca-App

Internet news & surftipps

Corona-Pandemie: Luca-Anwender können Impfstatus mit Gesundheitsämtern teilen

Regional berlin & brandenburg

Ministerium: Früheres Vertragsende von Luca-App denkbar

Internet news & surftipps

Corona-App: Zahlreiche Bundesländer lassen weitere Luca-Nutzung offen

Regional berlin & brandenburg

Zahlreiche Bundesländer lassen Nutzung der Luca-App offen

Regional baden württemberg

Breite Front gegen Luca-App

Regional baden württemberg

Luca-App: Kritiker, Land und Betreiber tauschen sich aus

Internet news & surftipps

Corona-Pandemie: Corona-Warn-App nutzt für Check-in auch QR-Code der Luca-App