Landesweit höchste Inzidenz: Alarmstufe im Kreis Biberach

12.11.2021 Weil die Corona-Fallzahlen im Kreis Biberach immer weiter steigen, zieht das Land nun die Reißleine. In der Region mit der landesweit höchsten Inzidenz stehen harte Einschnitte vor allem für Ungeimpfte an.

Vor dem Rathaus weist ein Schild auf das dort eingerichtete Corona-Testzentrum hin. Foto: Stefan Puchner/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In keiner Region ist die Corona-Inzidenz höher, nun zieht das Land die Reißleine: Im Kreis Biberach ist aufgrund des hohen Infektionsgeschehens die Alarmstufe ausgerufen worden. Dazu hat das Gesundheitsministerium den Landkreis angewiesen, wie eine Sprecherin des Landratsamts Biberach am Freitag bekanntgab. Damit gilt dort ab diesem Samstag weitgehend die 2G-Regelung mit zahlreichen Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Die Maßnahmen sollen bis zum 24. November befristet werden, hieß es.

Sollte sich das Infektionsgeschehen im Landkreis dadurch nicht stabilisieren, stellte das Landratsamt weitere Schritte, wie etwa Ausgangsbeschränkungen für nicht geimpfte Menschen, in Aussicht. Man wolle insbesondere die Kliniken und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung schützen, teilte Landrat Heiko Schmid (Freie Wähler) mit. Außerdem gehe es um den Schutz der vulnerablen Gruppen. Angesichts der Infektionslage sei es aus seiner Sicht nun wichtig und richtig, dass weitere Regelungen in Kraft treten, so Schmid. «Wir spüren durch besorgte Rückmeldungen aus der Bevölkerung, dass Handlungsbedarf besteht.»

Mit der Alarmstufe erhalten nur noch Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt zu Kinos, Weihnachtsmärkten und Diskotheken. Restaurants und Cafés dürfen Ungeimpfte nur noch im Freien und mit einem negativen PCR-Test besuchen. Zudem gilt eine Kontaktbeschränkung auf einen Haushalt und eine weitere Person. Geimpfte und Genesene sowie Menschen bis 17 Jahre sind ausgenommen. In den Schulen kehrt die Maskenpflicht im Unterricht zurück.

Der Kreis Biberach wies mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 689,7 (Stand: Freitag, 16.00 Uhr) wiederholt das landesweit höchste Infektionsgeschehen in Bezug zur Einwohnerzahl auf. Damit lag das Infektionsaufkommen in der Region fast doppelt so hoch wie im landesweiten Schnitt von zuletzt 352,6.

Um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, hat die Landesregierung strengere Maßnahmen mit der sogenannten Warn- und Alarmstufe festgelegt. Sollte die Zahl der Intensivpatienten mit einer Covid-19-Erkrankung in den Kliniken in Baden-Württemberg an zwei Werktagen in Folge den Wert von 390 überschreiten, würden mit der Alarmstufe landesweit dieselben Regeln in Kraft treten wie nun im Kreis Biberach.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Musik news

Popmusiker: Zucchero: Bin skeptisch, wenn jemand echten Namen sagt

Musik news

Sängerin: 80er-Ikone ist 60 geworden: Sandra will nochmal durchstarten

1. bundesliga

Relegation: Bundesliga-Rückkehr nah: HSV siegt bei der Hertha

People news

Spanien: Altkönig Juan Carlos: Unbequemer Gast im eigenen Land

Auto news

Sicher ans Ziel: Sturm und Starkregen: So kommen Autofahrer sicher durch

Gesundheit

Fragen und Antworten: Affenpocken-Fälle weltweit - Was hat das zu bedeuten?

Internet news & surftipps

Elektronik: Barrierefreiheit: Neue Bedienungshilfen für Smartphones

Das beste netz deutschlands

Rentenversicherung: DRV warnt vor neuer Betrugsmasche per Anruf

Empfehlungen der Redaktion

Regional baden württemberg

Kretschmann: Corona-Alarmstufe dürfte bald erreicht sein

Regional baden württemberg

Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten erstmals über Wert von 300

Regional baden württemberg

Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt auf fast 300

Regional baden württemberg

Zahl der Corona-Intensivpatienten nähert sich Alarmstufe

Regional baden württemberg

Fast Hälfte der Stadt- und Landkreise Hotspot

Regional baden württemberg

Härtere Corona-Regeln ab Mittwoch: 2G plus, Ausgangssperren

Regional baden württemberg

Kretschmann will Impfpflicht: Härtere Regeln ab Mittwoch

Regional baden württemberg

Intensivstationen im Land kurz vor Grenzwert