Modekonzern Hugo Boss überwindet Corona-Delle

18.01.2022 Die Kauflaune von Verbrauchern kehrt zurück - so sieht es zumindest der Modehändler Hugo Boss. Operativ gibt es wieder schwarze Zahlen. Nun soll ein neuer Markenauftritt frischen Wind bringen.

Eine Schaufensterpuppe steht vor dem Schriftzug "Hugo Boss". Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Modekonzern Hugo Boss hat sich von seinem Corona-Tief erholt und im vergangenen Jahr deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Der Umsatz stieg im Vergleich zu 2020 um 43 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Metzingen mitteilte. Damit habe Hugo Boss fast wieder das Niveau aus der Zeit vor der Pandemie erreicht.

Die Kauflaune der Verbraucher kehrte im Jahresverlauf mehr und mehr zurück und löste bei Hugo Boss auch eine Ergebniswende aus. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg nach vorläufigen Berechnungen auf 228 Millionen Euro. Das Management hatte im besten Fall zuletzt 200 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Im Vorjahr hatte Hugo Boss wegen der Ladenschließungen in der Corona-Pandemie noch einen operativen Verlust von 236 Millionen Euro verbucht.

«2021 war ein äußerst erfolgreiches Jahr für Hugo Boss», resümierte der seit Juni amtierende Konzernchef Daniel Grieder. Auch für das neue Jahr zeigte er sich zuversichtlich. Die Aktie legte nach Handelsstart um 2,5 Prozent zu, gab die Gewinne aber wieder ab.

Das letzte Viertel des vergangenen Jahres fiel für Hugo Boss ebenfalls stärker aus als von Analysten erwartet. Das digitale Geschäft verzeichnete mit einem Plus von 50 Prozent weiter zweistellige Wachstumsraten. Es machte von Oktober bis Ende Dezember ein Fünftel des gesamten Umsatzes aus. Gegen Jahresende gab es eine starke Nachfrage nach Freizeitkleidung. Aber auch das Geschäft mit klassischer Bekleidung wie Anzügen habe sich erholt, berichtete das Unternehmen.

In den kommenden Wochen will Hugo Boss einen neuen Markenauftritt sowie eine große Marketingkampagne starten. Grieder hatte bei der Vorstellung eines Strategieprogramms angekündigt, die beiden Marken Boss und Hugo zu modernisieren und damit ein jüngeres Publikum anzusprechen. Detaillierte Zahlen will der Konzern am 10. März veröffentlichen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Fußball news

Elfmeter-Krimi: Europa-League-Sieg: Eintracht krönt sich in Sevilla

Tv & kino

Festival-Eröffnung: Selenskyj und ein Zombiefilm in Cannes

Gesundheit

Oft wohl mehr als Zufall: Warum manche Menschen kein Corona hatten

Tv & kino

Kult-Regisseur: Quentin Tarantino ist stolz auf sein Durchhaltevermögen

Tv & kino

Filmfestival Cannes: Tom Cruise war lange nicht bereit für «Top Gun»-Fortsetzung

Internet news & surftipps

Computer: Microsoft verspricht Cloud-Diensten faireren Wettbewerb

Auto news

Dashcam für Radler: Garmin bringt Rad-Kamera mit Radar und Rücklicht

Internet news & surftipps

Softwarekonzern: SAP: Suche für den Vorsitz im Aufsichtsrat geht weiter

Empfehlungen der Redaktion

Wirtschaft

Mode: Hugo Boss überwindet Corona-Delle

Regional baden württemberg

Mode: Hugo Boss schließt vorerst Läden in Russland

Wirtschaft

Modekonzern: Hugo Boss erholt sich vom Corona-Tief

Regional baden württemberg

Modekonzern: Hugo Boss legt im ersten Quartal deutlich zu

Regional baden württemberg

Mode: Hugo Boss kann Ausfälle durch Ukraine-Krieg ausgleichen

Regional baden württemberg

Modekonzern Hugo Boss erweitert Fabrik in der Türkei

Wirtschaft

Börse in Frankfurt: Zinssorgen setzen Dax unter Druck

Wirtschaft

Uhrenhersteller: Swatch lässt Krisenjahr hinter sich