Trump-Sohn stellt sich Ausschuss zu Kapitol-Angriff

05.05.2022 Was passierte am 6. Januar 2021? Der Untersuchungsausschuss zum Sturm auf das amerikanische Kapitol hat Fragen über den Ablauf des historischen Tages - auch an Donald Trump Jr., Sohn des Ex-Präsidenten.

Ex-Präsident Donald Trump mit seinem ehemaligen Finanzchef Allen Weisselberg und Sohn Donald Trump Jr. (r) - letzterer stellte sich den Fragen des Untersuchungsausschusses zum Angriff auf das Kapitol. © Evan Vucci/AP/dpa

Ein Sohn des früheren US-Präsidenten Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge Fragen des Untersuchungsausschusses zum Angriff auf das US-Kapitol gestellt. Das meldeten die Sender CNN und ABC übereinstimmend unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.

CNN berichtete, Donald Trump Jr. sei am Dienstag über eine Videoschalte mehr als drei Stunden lang befragt worden. Nach ABC-Angaben stellte sich der Sohn des Ex-Präsidenten freiwillig den Fragen, also ohne eine strafbewehrte Vorladung.

Anhänger des damaligen republikanischen Präsidenten Donald Trump hatten am 6. Januar 2021 den Parlamentssitz in der Hauptstadt Washington erstürmt. Sie wollten damals verhindern, dass der Wahlsieg des Demokraten Joe Biden vom November 2020 bestätigt wird. Bei der Attacke kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Trump musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger zuvor in einer Rede aufgestachelt hatte. Am Ende des Verfahrens wurde er freigesprochen.

Donald Trump Jr. war unmittelbar vor der Rede in Washington hinter der Bühne mit seinem Vater und anderen Vertrauten zusammen, wie auf Videos zu sehen war. Vor ihm sind bereits andere Mitglieder der Trump-Familie vor dem Ausschuss erschienen. Donald Trumps Tochter Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner waren in den vergangenen Wochen befragt worden. Auch die Partnerin von Donald Trump Jr., Kimberly Guilfoyle, stellte sich bereits dem Gremium.

Das Untersuchungsgremium im US-Repräsentantenhaus soll die Hintergründe des Angriffs auf das Kapitol aufklären. Im Juni sollen erstmals öffentliche Anhörungen des Ausschusses stattfinden.

© dpa

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