Besuch eines alten Bekannten: Obama zu Gast im Weißen Haus

Jubel, Beifall und Standing Ovations: Ex-Präsident Obama wird bei einer Stippvisite seines ehemaligen Arbeitsplatzes enthusiastisch empfangen. Einen Witz für Nachfolger Biden hat er auch auf Lager.
US-Vizepräsidentin Kamala Harris (M) reagiert auf den Handschlag von Präsident Joe Biden (l) und seinem Vorgänger Barack Obama. © Carolyn Kaster/AP/dpa

2017 verließ Barack Obama das Weiße Haus. Am Dienstag kehrte der frühere US-Präsident zum ersten Mal seit seinem Abschied aus dem Amt zurück in die Regierungszentrale in Washington. Diesmal als Gast.

«Vizepräsident Biden», sagte Obama zur Begrüßung an die Adresse seines früheren Stellvertreters Joe Biden. Lacher im Saal. «Das war ein Scherz», schob Obama schnell nach, ging zu Biden, umarmte ihn und beteuerte, das sei ein abgesprochener Gag gewesen.

Der Ex-Vize und jetzige Präsident Biden hatte Obama ins Weiße Haus eingeladen, um öffentlich eine Reform aus der gemeinsamen Regierungszeit (2009 bis 2017) zu zelebrieren und eine Nachbesserung zu besiegeln. Es ging um Obamas große und damals heftig umkämpfte Gesundheitsreform. Biden und sein früherer Chef nutzten den Auftritt aber auch, um sich gegenseitig zu preisen. Biden kann angesichts schlechter Zustimmungswerte jede Unterstützung dieser Art gebrauchen.

Standing Ovations für den Ex-Präsidenten

Obama wurde bei dem Auftritt mit Jubel, Beifall und stehenden Ovationen empfangen. Er bemühte sich, gute Laune zu versprühen, und entlockte den Gästen im Saal etwas mehr Enthusiasmus als sonst üblich bei einem Termin an einem Dienstag im Weißen Haus.

«Ich habe gehört, dass der derzeitige Präsident seit meinem letzten Besuch einige Änderungen vorgenommen hat», scherzte Obama. «Die Beamten des Secret Service müssen jetzt alle Pilotenbrillen tragen.» Das ist Bidens bevorzugtes Sonnenbrillen-Modell. «Und hier läuft nun eine Katze rum», sagte Obama mit Blick auf die neue Katze der Bidens. Seine Hunde Bo und Sunny wären davon nicht begeistert gewesen, fügte der Ex-Präsident hinzu. «Aber zurückzukommen - selbst wenn ich eine Krawatte tragen muss, was ich heutzutage sehr selten tue - gibt mir die Gelegenheit, einige der unglaublichen Menschen zu treffen, die in diesem Weißen Haus arbeiten und die diesem Land jeden Tag dienen.» Dazu gehöre Biden.

Der stellte sich betont bescheiden vor: «Mein Name ist Joe Biden. Ich bin Barack Obamas Vizepräsident - und Jill Bidens Ehemann.» An Obama gerichtet sagte der US-Präsident: «Willkommen zurück im Weißen Haus, Mann. Fühlt sich an wie in den guten alten Zeiten.»

© dpa
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