Raketenangriffe: Putin droht mit noch härterem Vorgehen

Mit einer Reaktion war gerechnet worden: Die Raketenangriffe gelten als Moskaus Antwort auf die Explosion auf der für Russland strategisch wichtigen Krim-Brücke.
Wladimir Putin leitet eine Sitzung des Sicherheitsrates per Videokonferenz in St. Petersburg. © Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Raketenangriffe auf zahlreiche ukrainische Städte als Reaktion auf die «Terroranschläge» gegen russisches Gebiet bezeichnet.

Es seien Objekte der Energieinfrastruktur, der militärischen Steuerung und des Fernmeldewesen mit Hochpräzisionswaffen beschossen worden, sagte Putinbei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates. Die Schläge seien vom Meer, aus der Luft und vom Boden aus erfolgt.

Zugleich drohte der russische Präsident Kiew mit noch härterem Vorgehen. «Für den Fall einer Fortsetzung der Versuche, auf unserem Gebiet Terroranschläge auszuführen, werden die Antworten von russischer Seite hart ausfallen - und in ihrem Ausmaß dem Niveau der Bedrohung für die Russische Föderation entsprechen», sagte Putin. «Daran sollte niemand irgendwelche Zweifel haben.»

Konkret warf Putin dem ukrainischen Geheimdienst SBU vor, am vergangenen Samstag einen «Terroranschlag» auf die russische Krim-Brücke zur annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim organisiert zu haben. Dort soll ein von Russland kommender und mit Sprengstoff beladener Lastwagen explodiert sein. Bei der weithin sichtbaren Explosion gerieten mit Diesel gefüllte Kesselwagen eines Güterwaggons auf dem Teil der Eisenbahnbrücke in Brand. Teile der Autobahnbrücke stürzten ins Wasser.

Zudem behauptete Putin, dass es auf das russische Atomkraftwerk in Kursk bereits drei Anschläge gegeben habe. Einmal sei eine Hochspannungsleitung getroffen worden. Er warf der Ukraine zudem den Beschuss des von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerks in dem von Moskau annektierten Gebiet Saporischschja vor. Auch die von Russland in die Türkei verlegte Gasleitung Turk Stream sei Ziel eines Anschlags gewesen. Putin sprach nach den Gaslecks in der Ostseepipeline Nord Stream 1 und 2 erneut von einem «Terroranschlag». Er kritisierte, dass Russland an der Aufklärung nicht beteiligt werde.

Der 70-Jährige warf der ukrainischen Führung vor, sich mit den «schlimmsten internationalen Terrorgruppierungen» auf eine Stufe zu stellen. Es sei für Russland nicht möglich gewesen, das unbeantwortet zu lassen. Die Ukraine hat sich weder zu dem Anschlag auf die Krim-Brücke noch zu anderen Angriffen auf Russland selbst bekannt. Die Führung in Kiew wirft wiederum Russland vor, ein «Terrorstaat» zu sein, der die Ukraine mit einem Angriffskrieg auslöschen wolle.

© dpa
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