Britischer Geheimdienst: Moskau geht die Munition aus

Allein am Montag hat Russland mehr als 80 Raketen auf Kiew und andere Städte in der Ukraine gefeuert. Der britische Geheimdienst sieht strategische Fehler Putins - und Probleme bei der Armee.
Teil eines russischen Artilleriegeschosses. © Daniel Carde/ZUMA Press Wire/dpa

Moskau geht nach Einschätzung britischer Geheimdienste im Ukraine-Krieg zunehmend die Munition aus. «Wir wissen, und das wissen auch russische Kommandeure im Krieg, dass ihnen die Ausrüstung und Munition ausgeht», sagte der Direktor des britischen Geheimdienstes GCHQ, Jeremy Fleming, einem vorab veröffentlichten Redemanuskript zufolge, aus dem die BBC zitierte. Der russische Präsident Wladimir Putin mache Fehleinschätzungen und strategische Fehler.

«Da er intern kaum herausgefordert wird, haben sich seine Entscheidungen als fehlerhaft herausgestellt», so der Geheimdienstdirektor. Mittlerweile würde auch dem russischen Volk klar, welche Konsequenzen «Putins selbstgewählter Krieg» für sie persönlich im eigenen Land habe - etwa weniger Möglichkeiten zu reisen und kaum noch Zugang zu modernen Technologien und externen Einflüssen aufgrund der westlichen Sanktionen.

Im täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums gehen die britischen Geheimdienste auf die neue Rolle des Armeegenerals Sergej Surowikin ein. Seine Ernennung vor wenigen Tagen sei mutmaßlich der Versuch, die Durchführung russischer Angriffe in der Ukraine zu verbessern. Über lange Zeit habe Moskau keinen Zuständigen mit einer Gesamtaufsicht über das Geschehen gehabt. Dennoch stehe auch Surowikin vor einer russischen Armee, die schlecht für die Aufgabe ausgestattet sei.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Bundesliga: Nach Bobic-Aus bei Hertha: Nachfolge-Duo soll bereitstehen
Tv & kino
IBES 2023: Blanke Nerven vor dem Dschungel-Finale
Tv & kino
Filmfestival: Ophüls Preis für «Alaska» und «Breaking the Ice»
Tv & kino
Schauspieler: Dimitrij Schaad erhält Ulrich-Wildgruber-Preis
Das beste netz deutschlands
Featured: DeepL Write: So nutzt Du die KI-Schreibhilfe für Texte
Das beste netz deutschlands
Featured: Chat GPT: So nutzt Du den KI-Bot von OpenAI
Internet news & surftipps
Extremismus: SPD-Abgeordneter für 14-Tage-Speicherpflicht für IP-Adressen
Reise
Flüge verspätet und gestrichen: Streik am Düsseldorfer Airport: Diese Rechte haben Reisende
Empfehlungen der Redaktion
Ausland
Widerstand in Russland: London: Russische Kriegsgegner sabotieren Schienennetz
Ausland
Krieg gegen die Ukraine: London: Russischer Truppenverband wohl mit neuer Führung
Ausland
Krieg gegen die Ukraine: London: Russland hat Probleme mit zielgenauen Angriffen
Ausland
Russischer Angriffskrieg: London: Wagner-Söldnergruppe verheizt Rekruten
Ausland
Geheimdienstinformation: London: Putin will Verantwortung für Krieg abwälzen
Ausland
Krieg gegen die Ukraine: London: Putin fürchtet Anti-Kriegs-Stimmung in Russland
Ausland
Krieg gegen die Ukraine: London: Angriff zeigt Verwundbarkeit russischer Flotte
Ausland
Krieg gegen die Ukraine: London: Russische Soldaten frustriert über alte Fahrzeuge