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Über 137.000 Schutzsuchende in UN-Notunterkünften in Gaza

Seit die israelische Luftwaffe nach dem Terrorangriff der Hamas den Gazastreifen bombadiert, suchen viele Palästinenser Zuflucht in UNRWA-Gebäuden. Doch die Möglichkeiten für Hilfe sind begrenzt.
Gaza
Israel reagiert auf den massiven Angriff durch die Hamas mit Luftangriffen im Gazastreifen. © Mohammed Talatene/dpa

Im Gazastreifen haben inzwischen mehr als 137.000 Menschen in Notunterkünften der Vereinten Nationen Schutz gesucht. Wie das UN-Hilfswerks für Palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) am Montagabend mitteilte, sind die Notunterkünfte bereits zu 90 Prozent belegt. UNRWA befürchtet, dass sich die humanitäre Lage für die Menschen im Gazastreifen weiter verschärfen wird.

Die islamistische Hamas, die von der EU, den USA und Israel als Terrororganisation eingestuft wird, hatte am Wochenende von Gaza aus überraschend Raketenangriffe gegen Israel begonnen. Gleichzeitig drangen bewaffnete Palästinenser über Land, See und Luft nach Israel vor, töteten Zivilisten und verschleppten andere. Israels Armee reagierte unter anderem mit Raketenbeschuss auf Gaza.

Laut UNRWA wurden mehr als ein Dutzend Einrichtungen der Vereinten Nationen in Gaza von israelischen Geschossen getroffen. Dabei sei es zu Sachschäden gekommen. Auch eine Schule, die derzeit als Notunterkunft dient, sei getroffen worden. Die UN-Organisation hat Schulen für den Unterricht geschlossen und die Ausgabe von Lebensmitteln eingestellt. Im Gazastreifen sind knapp 1,5 Millionen Menschen als Flüchtlinge bei dem UN-Hilfswerk registriert.

Tausende UN-Mitarbeiter können Gazastreifen nicht verlassen

Den Vereinten Nationen zufolge befinden sich 13.000 UN-Mitarbeitende im Gazastreifen. «Sie sind offensichtlich nicht in der Lage wegzugehen», sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric. «Sie konzentrieren sich darauf, im Rahmen ihres Mandats alles zu tun, was sie können, um der Bevölkerung zu helfen.» Es seien Angestellte des UN-Hilfswerks für Palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) - die meisten von ihnen seien Palästinenser, etwa 300 seien internationale Mitarbeitende.

Israel hat die komplette Abriegelung des nur 40 Kilometer langen und sechs bis zwölf Kilometer breiten Gazastreifens angeordnet. Die Vereinten Nationen haben eigenen Angaben zufolge Vorräte innerhalb des Gazastreifen angelegt. «Irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft, werden uns die Vorräte ausgehen», so Dujarric.

Angesichts der Ankündigung unter anderem der EU, finanzielle Unterstützung für Palästinenser einzufrieren, sagte Dujarric auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur: «Wir hoffen sehr, dass die Finanzierung der UN-Aktivitäten in den besetzten palästinensischen Gebieten und im Gazastreifen geschützt wird». Es blieb von UN-Seite aus zunächst unklar, ob Gelder unter anderem für UNRWA gefährdet sind.

© dpa
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