Hoher IS-Anführer von US-Militär im Norden Syriens getötet

Der selbsternannte Islamische Staat ist noch immer in Syrien aktiv. Nun teilt das US-Militär mit, dass man einen ranghohen Terroristen getötet habe.
Das Archivbild aus dem Jahr 2019 zeigt IS-Kämpfer in Syrien mit einer Flagge des selbsternannten «Islamischen Staats». © Amaq News Agency/AP/dpa

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in Syrien einen Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet. Als IS-Chef in Syrien habe der Mann namens Mahir al-Agal zu den ranghöchsten Anführern der Terrorgruppe gehört, erklärte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) am Dienstag. Ein weiterer hochrangiger IS-Funktionär sei bei dem Einsatz schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen habe es dabei keine zivilen Opfer gegeben, so Centcom.

US-Präsident Joe Biden erklärte, al-Agals Tod schränke die Fähigkeiten des IS in der Region deutlich ein. Biden sprach von einem starken Signal an Terroristen, die die USA oder deren Interessen bedrohten: «Die Vereinigten Staaten werden sie unbarmherzig zur Rechenschaft ziehen.»

Al-Agal sei auch für den Aufbau von IS-Netzwerken außerhalb des Iraks und Syriens verantwortlich gewesen, hieß es weiter. Nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gehörte zu seinen Hauptaufgaben außerdem, Geld aus dem Ausland nach Syrien zu bringen. Demnach kam er bei einem US-Drohnenangriff ums Leben, als er in der Gegend um Afrin im Norden zusammen mit einem Mitfahrer per Motorrad unterwegs war.

Biden: IS weiterhin Bedrohung für USA und Partner in Region

Der IS stelle weiterhin eine Bedrohung für die USA und ihre Partner in der Region dar, erklärte ein Centcom-Sprecher. Der Schlag am Dienstag werde daher «die Fähigkeit der Terrororganisation beeinträchtigen, weitere globale Anschläge zu planen und auszuführen».

Im Oktober 2019 war bei einem Einsatz von US-Spezialkräften in Syrien IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi ums Leben gekommen. Nach US-Angaben zündete er eine Sprengstoffweste, um einer Festnahme zu entgehen. Sein Nachfolger Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraschi starb im vergangenen Februar ebenfalls bei einem US-Einsatz im Norden Syriens. Nach US-Angaben sprengte er sich und seine Familie in die Luft. Zum neuen Anführer wurde Abu al-Hassan al-Haschimi al-Kuraschi ernannt.

© dpa
Weitere News
Top News
Das beste netz deutschlands
Featured: Gewässerschutz mit IoT: Smarte Boje überwacht Wasserqualität im Bodensee
People news
Royals: Belgiens Königspaar beendet Besuch in Rheinland-Pfalz
1. bundesliga
Bundesliga: Leverkusen muss wochenlang ohne Azmoun
Auto news
Stolperunfälle: E-Scooter können für Blinde zur Gefahr werden
Reise
Reiserecht: EuGH: Entschädigung auch bei verspäteten Anschlussflügen
People news
Royals: Prinz William und Kate besuchen Nordirland
Tv & kino
Featured: Avatar: Was wurde aus den Schauspieler:innen des Mega-Blockbusters?
Internet news & surftipps
Streaming: Fast jeder Vierte ab 14 nutzt täglich Streaming-Dienste
Empfehlungen der Redaktion
Ausland
Terrorismus: Terrormiliz IS ruft zu neuen Anschlägen in Europa auf
Ausland
Konflikte: Nach Drohnenangriff der USA: Proteste in Afghanistan
Ausland
Terrororganisation: Al-Kaida-Chef bei US-Drohnenangriff in Afghanistan getötet
Ausland
Konflikte: Israel tötet Dschihad-Chef - Raketenbeschuss aus Gaza
Regional berlin & brandenburg
Prozess: Mutmaßliche IS-Rückkehrerin aus Berlin vor Gericht
Regional niedersachsen & bremen
Celle: Weiterer Prozess gegen mutmaßliches IS-Mitglied
Ausland
Nahost: Israels Außenminister: Status quo auf Tempelberg bleibt
Ausland
Iran: Putin und Erdogan bei Spitzentreffen im Iran