CNN: USA wollen Mehrfachraketenwerfer an Ukraine liefern

27.05.2022 Die fortschrittlichen Mehrfachraketenwerfer können Raketen über Hunderte Kilometer abfeuern. Die USA denken einem Bericht zufolge über eine Lieferung in die Ukraine nach. Doch es gibt noch Bedenken.

Die Regierung von US-Präsident Biden erwägt einem Bericht zufolge die Lieferung von Langstrecken-Raketensystemen in die Ukraine. © Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Die US-Regierung zieht einem Medienbericht zufolge in Erwägung, fortschrittliche Mehrfachraketenwerfer mit hoher Reichweite in die Ukraine zu schicken.

Die in den USA hergestellten Artilleriesysteme MLRS und HIMARS könnten Raketen über Hunderte Kilometer abfeuern, berichtete der Sender CNN am Donnerstag unter Berufung auf mehrere Beamte. Ein neues militärisches Hilfspaket könnte bereits in der kommenden Woche angekündigt werden. Die Ukraine habe um diese Art von Waffen gebeten, hieß es weiter. Allerdings sei die US-Regierung zögerlich gewesen, da befürchtet werde, dass die Ukraine die Raketensysteme für Angriffe auf russisches Gebiet nutzen könnte. Es stelle sich die Frage, ob dies eine russische Vergeltungsmaßnahme zur Folge haben könnte, so CNN.

Der Schwerpunkt der US-Waffenlieferungen für die Ukraine lag bislang auf Panzerabwehrraketen vom Typ Javeline, schultergestützten Stinger-Flugabwehrraketen, Schusswaffen und Munition. Die USA haben aber bereits damit begonnen, der Ukraine Haubitzen vom Typ M777 zu liefern, deren Reichweite mit rund 25 Kilometern angegeben wird. Die jetzt diskutierten Systeme könnten also erheblich weiter schießen.

Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, sagte, die Ukrainer würden seit längerer Zeit um Mehrfachraketenwerfer bitten. Er werde aber keiner Entscheidung vorgreifen. «Wir sprechen ständig mit den Ukrainern über ihren Bedarf und darüber, was wir und unsere Verbündeten und Partner bereitstellen können.» Die ersten Haubitzen vom Typ M777 seien unter anderem im Donbass im Einsatz. Die Ukrainer hätten mitgeteilt, dass sie «definitiv einen bedeutenden Unterschied auf dem Schlachtfeld» machten.

US-Präsident Joe Biden hatte erst am Wochenende ein neues Milliarden-Hilfspaket der USA für die Ukraine mit einem Volumen von fast 40 Milliarden Dollar (38 Milliarden Euro) in Kraft gesetzt. Aus dem Paket entfällt rund die Hälfte der Gesamtsumme auf den Verteidigungsbereich. Davon sind sechs Milliarden Dollar für direkte militärische Hilfe für die Ukraine vorgesehen. Mit weiteren Milliardenbeträgen sollen unter anderem US-Lagerbestände wieder mit militärischer Ausrüstung aufgefüllt werden, die an die Ukraine geschickt wurde. Die US-Regierung hatte zuvor schon mehrere große Pakete zur Unterstützung der Ukraine auf den Weg gebracht.

© dpa

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