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Rotes Kreuz warnt vor Lebensmittelkrise im Niger

Nach dem Militärputsch werden im Niger die Nahrungsmittel knapp. Ob Reis, Hirse, Mais oder Öl - die Preise für lebenswichtige Güter schnellen aktuell enorm in die Höhe.
Alltag in Niamey
Kinder spielen auf der Straße. Nach dem Putsch im Niger befürchten Experten eine anstehende Lebensmittelkrise. © Sam Mednick/AP/dpa

Die politische Krise nach dem Putsch im Niger droht schwere Auswirkungen auf die Menschen in den Konfliktregionen des Landes zu haben. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) warnte am Donnerstag vor wachsender Not im von islamistischer Gewalt destabilisierten Südwesten des Landes.

«In den vergangenen zwei Wochen sind die Kosten für lebenswichtige Haushaltsgüter erheblich gestiegen, bei einigen Gütern wie Öl sogar um bis zu 60 Prozent. Und die Preise schwanken weiter», sagte Abdallah Togola, IKRK-Koordinator für wirtschaftliche Sicherheit im Niger, in einer Mitteilung der in Genf ansässigen Organisation.

Der Leiter der IKRK-Delegation im Niger warnte: «Auf den Getreidemärkten wird die Nachfrage bald das Angebot übersteigen, da die landwirtschaftlichen Vorräte zur Neige gehen, insbesondere in den von Konflikten und Unsicherheit betroffenen Gebieten. Die Nachfrage nach Lebensmitteln und Nahrungsmittelhilfe in den Gebieten, die Vertriebene, Flüchtlinge und Rückkehrer beherbergen, wird stark ansteigen.» Das IKRK hat nach eigenen Angaben seit Juli Hilfe für mehr als 130.000 Menschen in den besonders von Gewalt betroffenen Regionen Diffa, Tilláberi und Nord-Tahoua geleistet.

Die Kornkammern sind noch leer

Die Organisation zitierte auch Betroffene. «Wir leiden bereits unter der mangelnden Sicherheit, und die Grundnahrungsmittel werden immer unerschwinglicher. Die Preise für alles schießen in die Höhe: Reis, Hirse, Mais», sagte demnach der Bauer Alzouma Nohou. «Ich bin besonders besorgt, weil die Ernte zu diesem Zeitpunkt des Jahres noch nicht reif ist und unsere Kornkammern leer sind.»

Der Niger mit rund 26 Millionen Einwohnern gehört zu Staaten mit den ärmsten Bevölkerungen der Welt. Im Grenzgebiet im Süden und Westen des Nigers zu den Nachbarstaaten Mali und Burkina Faso breiten sich seit Jahren islamistische Terrormilizen aus, die Gewalt gegen Zivilisten und die Armee ausüben.

Nach einem Militärputsch am 26. Juli hat der westafrikanische Staatenblock Ecowas Sanktionen gegen den Niger verhängt und die Grenzen zu dem Binnenstaat am Rande der Sahara geschlossen. Über den Landweg aus Nigeria und Benin kommen seitdem keine Güter mehr in das Land.

© dpa
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