Trump löst auch in Reihen der Republikaner Empörung aus

Ex-Präsident Donald Trump belässt es nicht allein bei seinen Behauptungen über vermeintliche Wahlfälschung. Nun stellt er auch die Verfassung der USA in Frage. Selbst Republikanern geht das zu weit.
Donald Trump, ehemaliger US-Präsident, löst Empörung mit der Forderung aus, wegen vermeintlichen Betrugs bei der Wahl 2020 die Verfassung der Vereinigten Staaten auszuhebeln. © Andrew Harnik/AP/dpa

Kritiker des früheren Ex-US-Präsidenten Donald Trump haben empört reagiert auf dessen jüngste Forderung, wegen vermeintlichen Wahlbetruges die Verfassung auszuhebeln.

Trump hatte am Wochenende auf der von ihm gegründeten Social-Media-Plattform Truth Social geschrieben: «Ein massiver Betrug dieser Art und dieses Ausmaßes erlaubt die Aufhebung aller Regeln, Vorschriften und Artikel, auch derjenigen, die in der Verfassung stehen.» Trump legte nahe, er solle zum rechtmäßigen Sieger der Präsidentenwahl von 2020 erklärt werden - oder die Wahl müsse wiederholt werden. Demokraten und einzelne Trump-Kritiker in der Republikanischen Partei bewerteten Trumps Fantasien zum Bruch mit der US-Verfassung als inakzeptabel.

Trump «Feind der Verfassung»

Die Republikanerin Liz Cheney, schrieb auf Twitter: «Kein ehrlicher Mensch kann mehr leugnen, dass Trump ein Feind der Verfassung ist.» Ihr Parteikollege Adam Kinzinger kritisierte in einem Tweet: «Das ist Irrsinn.» Wenn der Ex-Präsident dazu aufrufe, die Verfassung über Bord zu werfen, «kann kein einziger Konservativer ihn rechtmäßig unterstützen, und kein einziger Unterstützer kann als konservativ bezeichnet werden».

Cheney und Kinzinger gehören zu den schärfsten parteiinternen Kritikern Trumps und haben dadurch eher eine Outsider-Rolle bekommen. Beide sind bislang noch Abgeordnete im Repräsentantenhaus, scheiden zum Jahreswechsel jedoch aus der Kongresskammer aus. Die Führungsriege der Republikaner im Kongress wiederum äußerte sich zunächst nicht zu Trumps Äußerung - und hat auch in der Vergangenheit schweigend über viele Provokationen Trumps hinweggesehen.

Trump war bei der Präsidentenwahl 2020 dem Demokraten Joe Biden unterlegen, weigert sich aber bis heute, seine Niederlage einzugestehen. Seine Behauptungen, er sei durch massiven Betrug um einen Sieg gebracht worden, hat Trump nie belegt. Er und sein Team unterlagen mit ihren Behauptungen auch in mehreren Prozessen.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Borussia Dortmund: «Neues Jahr, neues Glück»: Adeyemi erleichtert
Internet news & surftipps
Technologie: KI-Hype um ChatGPT: «System kaum kritisch reflektiert»
Tv & kino
IBES 2023: Unerwartete Königin: Djamila Rowe gewinnt das Dschungelcamp
Tv & kino
Saarland: Rührende Freude bei Filmfestival Max Ophüls Preis
People news
Niederländisches Königshaus : Oranje-Prinzessin Amalia in der Karibik
Das beste netz deutschlands
Featured: DeepL Write: So nutzt Du die KI-Schreibhilfe für Texte
Das beste netz deutschlands
Featured: Chat GPT: So nutzt Du den KI-Bot von OpenAI
Reise
Flüge verspätet und gestrichen: Streik am Düsseldorfer Airport: Diese Rechte haben Reisende
Empfehlungen der Redaktion
Ausland
USA: Trump-Kritikerin Cheney verliert bei Vorwahl
Internet news & surftipps
Soziale Medien: Musk lässt Trumps Twitter-Account entsperren
Ausland
USA: Abstimmung zu Trump im Kapitol-Ausschuss geplant
Ausland
US-Politik: Kapitol-Angriff: Senator will Aussage gerichtlich verhindern
Ausland
US-Wahlen: Trump-Anhängerin Lake klagt wegen Wahlniederlage
Ausland
Attacke auf US-Kapitol: Untersuchungsausschuss prüft Schritte gegen Trump
Ausland
Ex-Präsident: Ausschuss zum Sturm auf das US-Kapitol lädt Trump vor
Ausland
Attacke auf das Kapitol: U-Ausschussmitglied über Trump: «Er lügt unentwegt»