US-Republikanersehen Kapitol-Attacke als Meinungsäußerung

04.02.2022 US-Republikaner haben die Ereignisse vom 6. Januar 2021 auf ihrem Parteitag heruntergespielt. Mit einer Resolution sollen besonders zwei Republikaner in der Partei isoliert werden.

Bei der Kapitol-Attacke durch Trump-Anhänger starben fünf Menschen, Dutzende wurden verletzt. Foto: John Minchillo/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die US-Republikaner haben die gewaltsame Erstürmung des Kapitols als «legitime politische Meinungsäußerung» bezeichnet.

Ein Parteitag in Salt Lake City stimmte US-Medien zufolge einer Resolution zu, mit der die republikanischen Abgeordneten Liz Cheney und Adam Kinzinger wegen ihrer Mitarbeit im Untersuchungsausschuss zum Kapitol-Angriff formell gerügt wurden.

«Verfolgung einfacher Bürger»

Cheney und Kinzinger beteiligten sich an einer von den Demokraten angeführten «Verfolgung einfacher Bürger», die von ihrem Recht auf legitime politische Meinungsäußerung Gebrauch gemacht hätten, hieß es in der Resolution. Die beiden Republikaner hätten mit ihrer Arbeit den Missbrauch der Aufklärungsarbeit durch die Demokraten für politische Zwecke unterstützt. Cheney und Kinzinger sind die einzigen Republikaner in dem Gremium des Repräsentantenhauses. Die Führung der Republikaner im Parlament weigerte sich, für die Aufklärung des Angriffs mit den Demokraten zusammenzuarbeiten.

Nach einer anstachelnden Rede des damaligen republikanischen Präsidenten Donald Trump hatten dessen Anhänger am 6. Januar 2021 den Sitz des Kongresses in der Hauptstadt Washington erstürmt. Sie wollten damit die Bestätigung des Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden verhindern. Bei dem Angriff starben fünf Menschen, Dutzende wurden verletzt.

Vor der Abstimmung erklärte Cheney mit Blick auf Trump, die Partei habe sich willentlich zur «Geisel» eines Mannes gemacht, der das Ergebnis einer Präsidentenwahl kippen wollte und der suggeriert habe, die Angreifer des 6. Januars sollten begnadigt werden. Sie sei konservativ und halte sich an die Verfassung, schrieb sie auf Twitter weiter. Kinzinger kritisierte, die Republikaner verlören angesichts von «Verschwörungstheorien» und einer «toxischen» Kultur des Gehorsams den Blick für die Realität. Der Trump-kritische republikanische Senator Mitt Romney erklärte, das Vorgehen gegen Cheney und Kinzinger sei eine «Schande».

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

People news

«Grease»-Star: Filmgröße, Sängerin, Kämpferin: Olivia Newton-John ist tot

People news

Leute: «Grease»-Star Olivia Newton-John mit 73 gestorben

Tv & kino

Medien: RBB-Affäre: Öffentlich-Rechtliche vor Aufräumprozess

Sport news

WTA-Tour: Serena Williams in Toronto mit erstem Sieg im Jahr 2022

Familie

Eispreise versechsfacht: Bald keine Sangría mehr? Eiswürfel-Mangel in Spanien

Auto news

Das Land der Rover: Allrad: Falkländer schwärmen von ihren «Arbeitspferden»

Internet news & surftipps

Quartalsbericht: Softbank mit Riesenverlust durch Börsen-Talfahrt

Internet news & surftipps

Kriminalität: Faeser zu Cyberangriffen: Wir hatten bisher «viel Glück»

Empfehlungen der Redaktion

Ausland

USA: Erste öffentliche Anhörung zu Kapitol-Angriff angesetzt

Ausland

USA : Erste öffentliche Ausschuss-Anhörung zu Kapitol-Angriff

Ausland

USA: Ausschuss zu Kapitol-Angriff nimmt Rechtsextreme ins Visier

Ausland

US-Politik: Ex-Vize Pence geht in die Offensive: «Trump hat Unrecht»

Ausland

Sturm auf das Kapitol: Auschuss belastet Trump - Ex-Präsident beklagt «Hexenjagd»

Ausland

Attacke auf das Kapitol: U-Ausschussmitglied über Trump: «Er lügt unentwegt»

Ausland

USA : Kapitol-Attacke: Nachrichten des Secret Service gelöscht

Ausland

Neue Erkenntnisse: Ausschuss zu Kapitol-Attacke belastet Trump