Umfragen sehen politische Lager in Schweden gleichauf

Am Sonntag sind die Schweden aufgerufen ein neues Parlament zu wählen. Wer das Rennen macht ist noch völlig offen. Die politischen Lager liegen in den letzen Umfragen nahezu gleichauf.
Magdalena Andersson ist amtierende Ministerpräsidentin von Schweden. Am 11. September 2022 finden in Schweden Parlamentswahlen statt. © Jessica Gow/TT News Agency/AP/dpa

Vor der Parlamentswahl in Schweden an diesem Sonntag trennen die politischen Blöcke in Umfragen nur wenige Tausend Stimmen. Ein Meinungsbild im Auftrag der Zeitung «Aftonbladet» sah das Lager um die Sozialdemokraten von Ministerpräsidentin Magdalena Andersson am Samstag bei 49,6 Prozent und den konservativ-rechten Block einschließlich der rechtspopulistischen Schwedendemokraten bei 49,4 Prozent der Stimmen. Gemessen an der Wahlbeteiligung 2018 trennten die Lager demnach nur etwa 13.000 Stimmen.

«Es ist völlig ausgeglichen», stellte die Chefin des zuständigen Meinungsforschungsinstituts Demoskop, Karin Nelsson, fest. Es könnte sowohl Andersson als auch ihrem Herausforderer Ulf Kristersson zufallen, die nächste Regierung zu bilden. Wie schon nach der letzten Wahl 2018 sehe es nach einer sehr schwierigen Regierungsbildung aus.

Umfragen einig: Der Ausgang ist offen

Ein ähnliches Bild zeichnete das Wahlbarometer des öffentlichen Rundfunksenders SVT: Dort lag Anderssons linksgerichteter Block zuletzt bei 49,7 Prozent, Kristerssons Lager bei 49,4 Prozent. Eine letzte Umfrage im Auftrag der Tageszeitung «Dagens Nyheter» sieht Anderssons Lager dagegen bei 50,0 und Kristerssons bei 48,2 Prozent.

Andersson führt derzeit eine sozialdemokratische Minderheitsregierung an, die im Reichstag in Stockholm auf Unterstützung der liberalen Zentrumspartei, der Linken und Grünen angewiesen ist. An der Spitze des konservativen Blocks stehen die Moderaten um Parteichef Kristersson. Er hat sich in der vergangenen Mandatsperiode erstmals offen dafür gezeigt, gemeinsame Politik mit den Rechtspopulisten zu machen. Das hat einen triftigen Grund: Den Schwedendemokraten werden über 20 Prozent der Stimmen und damit mehr als den Moderaten vorhergesagt - ohne die daraus resultierenden Mandate dürfte Kristersson keine Chance haben, Ministerpräsident zu werden.

© dpa
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