Autoattacke und Konfrontationen: Fünf Palästinenser getötet

Die Lage im besetzten Westjordanland kommt nicht zur Ruhe. Erneut gibt es Todesopfer beim Zusammenstößen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern.
Eine Gruppe maskierter Männer attackieren in Beit Ummar isrealische Soldaten mit Feuerwerkskörpern. © Mahmoud Illean/AP/dpa

Vier Palästinenser sind bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten und ein weiterer nach einer Autoattacke im besetzten Westjordanland getötet worden. Wie die israelische Polizei mitteilte, war eine Soldatin nördlich von Jerusalem gezielt mit einem Wagen angesteuert und schwer verletzt worden. Der Angreifer wurde demnach erschossen.

Zuvor wurde in der Nacht bei Konfrontationen nahe Hebron ein 44-Jähriger durch eine Schussverletzung am Kopf getötet, wie das palästinensische Gesundheitsministerium mitteilte. Neun weitere seien verletzt worden. In zwei Dörfern nahe Ramallah seien zudem heute insgesamt drei Männer getötet worden, darunter zwei Brüder.

Bei dem Vorfall in Hebron waren nach Armeeangaben zwei Militärfahrzeuge steckengeblieben. Dutzende Palästinenser hätten die Soldaten daraufhin mit Steinen und Sprengsätzen beworfen und auch beschossen. Diese hätten das Feuer erwidert. Zu einem Vorfall bei Ramallah teilte die Armee mit, Soldaten seien mit Steinen und Brandsätzen beworfen worden und hätten daraufhin scharfe Munition eingesetzt.

Die Lage im besetzten Westjordanland ist seit Monaten sehr angespannt. Nach einer Serie von Anschlägen auf Israelis, die im März begonnen hatte, führt die Armee dort vermehrt Razzien durch. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in diesem Jahr bereits mehr als 150 Palästinenser in Zusammenhang mit Militäreinsätzen, bei Zusammenstößen oder eigenen Anschlägen getötet. Es gibt zudem zunehmend Berichte über Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser, israelische Aktivisten oder Soldaten.

In Israel und im Westjordanland wurden in diesem Jahr 31 Zivilisten und Sicherheitskräfte bei Anschlägen getötet. Bei den Attentätern handelte es sich um Palästinenser und israelische Araber.

© dpa
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