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London: Russland nutzt Strafbataillone für Angriffe

Ursprünglich sollten britischen Geheimdiensten zufolge relativ elitäre Gruppen ukrainische Stellungen angreifen. Nun setzt Russland offenbar vor allem Sträflinge in den «Sturm-Z»-Einheiten ein.
Ukraine-Krieg
Ukrainische Soldaten zielen mit einer Flugabwehrrakete auf die Frontlinie in der Nähe von Klischtschijiwka bei Bachmut. (Symbolbild) © Alex Babenko/AP/dpa/Archiv

Russland lässt seine Angriffe gegen ukrainische Stellungen nach britischen Informationen in erster Linie von ehemaligen Gefangenen und in Ungnade gefallenen Soldaten durchführen.

Die «Sturm-Z» genannten Einheiten seien vermutlich als zunächst relativ elitäre Gruppen geplant gewesen, die die taktische Initiative ergreifen könnten, teilte das britische Verteidigungsministerium unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnissen mit. «Spätestens seit Frühjahr 2023 sind aus den «Sturm-Z» jedoch de facto Strafbataillone geworden, die mit Sträflingen sowie regulären Soldaten, die Disziplinarverstöße begangen haben, besetzt sind.»

Mehrere Berichte deuteten darauf hin, dass diese Einheiten kaum logistische und medizinische Unterstützung erhielten, aber dennoch wiederholt zum Angriff getrieben würden. «Russische Truppen haben sich oft wirksam verteidigt», hieß es in London weiter. «Die Existenz von «Sturm-Z» verdeutlicht jedoch die enormen Schwierigkeiten Russlands, Kampfinfanterie zusammenzustellen, die in der Lage ist, wirksame Offensivoperationen durchzuführen.»

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Moskau wirft London Desinformation vor.

© dpa
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