Weitere Minister bewerben sich für Johnson-Nachfolge

Wer folgt auf Boris Johnson - zunächst als Chef der Torys und schließlich als Premierminister? Die ersten Bewerber haben sich bereits positioniert.
Der nächste Tory-Chef? Rishi Sunak, ehemaliger Finanzminister von Großbritannien, hat sich zumindest für die Nachfolge von Boris Johnson beworben. © Jonathan Brady/PA Wire/dpa

Gleich mehrere britische Minister und Ex-Minister sind in das Rennen um die Nachfolge von Premierminister Boris Johnson eingestiegen. Am Samstagabend verkündeten Finanzminister Nadhim Zahawi und Verkehrsminister Grant Shapps sowie die beiden ehemaligen Gesundheitsminister Sajid Javid und Jeremy Hunt ihre Kandidaturen.

Er wolle das Land in ruhige Verhältnisse führen und die Wirtschaft stabilisieren, teilte Zahawi mit. Shapps sagte der «Sunday Times», er wolle ein Notfallbudget aufstellen, schließe eine vorgezogene Parlamentswahl aber aus. Sowohl Javid als auch Hunt wollen laut dem konservativen «Telegraph» die Körperschaftssteuer senken. Wie die «Mail on Sunday» berichtete, wird sich auch Außenministerin Liz Truss bewerben.

Auch Finanziminister wirft Hut in den Ring

Damit nimmt der Wahlkampf Fahrt auf. Zuvor hatten bereits mehrere prominente konservative Politiker ihre Ansprüche angemeldet, darunter der frühere Finanzminister Rishi Sunak. Hingegen verzichtet Verteidigungsminister Ben Wallace, der in Umfragen unter Parteimitgliedern vorne liegt, auf eine Bewerbung. Insgesamt werden Kandidaturen von gut einem Dutzend Interessenten erwartet.

Wie die Zeitung «Telegraph» berichtete, soll der Wahlvorgang am Mittwoch beginnen. In jeder Runde scheiden die Kandidaten mit den wenigsten Stimmen aus. Letztlich entscheiden die Parteimitglieder in einer Stichwahl zwischen den beiden verbleibenden Bewerbern. Das Ergebnis solle am 5. September feststehen, schrieb das Blatt.

Premier Johnson hatte am Donnerstag nach beispiellosem Druck aus seiner Partei seinen Rückzug als Parteichef angekündigt. Er will aber bis zur Wahl eines Nachfolgers Regierungschef bleiben. Downing Street stellte klar, dass Johnson sich nicht erneut für den Vorsitz bewerben werde. Dies ihm nach den Regeln der Konservativen Partei aber auch verboten.

© dpa
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