Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Familie: Deutscher im Gefängnis in Kuba schwer verletzt

Wegen Aufruhrs wurde der Deutsch-Kubaner Luis Frómeta Compte auf der Karibikinsel zu 15 Jahren Haft verurteilt. Nun wurde er offenbar Opfer eines Angriffs im Gefängnis. Seine Familie ist in Sorge.
Dresden
Die Töchter sowie die Ehefrau des inhaftierten Deutsch-Kubaners Luis Frómeta Compte. © Sebastian Kahnert/dpa

Die Angehörigen eines in Kuba inhaftierten Deutschen sorgen sich um dessen Zustand, nachdem dieser im Gefängnis geschlagen und schwer verletzt worden sein soll. «Unsere Familie durfte ihn immer noch nicht sehen. Warum?», schrieb die Dresdnerin Janie Frómeta am Donnerstag in sozialen Medien. Eine Woche zuvor hatten vier Mithäftlinge ihren Vater, den Deutsch-Kubaner Luis Frómeta Compte, nach ihren Angaben im Gefängnis zusammengeschlagen und ihm die Nase mit einer Rasierklinge aufgeschnitten.

Luis Frómeta Compte ist einer von Hunderten Menschen, die auf der sozialistischen Karibikinsel wegen ihrer Teilnahme an Protesten im Juli 2021 inhaftiert wurden. Er war zu Besuch bei Angehörigen in Havanna, filmte eine Demonstration mit dem Handy, wurde festgenommen und wegen Aufruhrs zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Frómeta Compte war 1985 als Gastarbeiter nach Dresden gezogen. Seit 1997 ist der Forstfacharbeiter deutscher Staatsbürger. Der 61-Jährige muss sich im Hochsicherheitsgefängnis Combinado del Este laut seiner Frau Silke Frómeta Compte eine Zelle mit 30 Schwerverbrechern teilen.

Hintergründe der Attacke unklar

Die Hintergründe der Attacke am 30. November waren unklar. Nach Angaben von Janie Frómeta ist ihr Vater im Gefängnis auf der Krankenstation. Seinen Angehörigen werde seit dem Vorfall kein Besuch gewährt, sie hätten nur am Montag kurz mit ihm telefonieren können.

Vor zwei Wochen war der EU-Menschenrechtsbeauftragte Eamon Gilmore zu Gesprächen in Kuba. Der Regierung gegenüber habe er den Aufruf der EU bekräftigt, die inhaftierten Demonstranten freizulassen, sagte er. Wenige Tage zuvor war einer der Häftlinge gestorben - Aktivisten zufolge an einer Atemwegserkrankung, die nicht behandelt worden sei.

Die kubanische Regierung antwortete nicht auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur nach dem Gesundheitszustand von Frómeta Compte. Dessen konsularische Betreuung verweigern die Behörden der deutschen Botschaft in Havanna. Man begleite den Fall aber eng und setze sich intensiv für ihn ein, hieß es aus dem Auswärtigen Amt.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Berlinale 2024
Tv & kino
Nach Äußerungen zu Gaza-Krieg: Berlinale distanziert sich
Pete Doherty
People news
«Ich bin ein Vielfraß»: Rocker Pete Doherty hat Diabetes
Romeo Beckham
People news
Beckham-Sohn Romeo und Freundin haben sich getrennt
KI
Internet news & surftipps
Nicht genug Maßnahmen gegen Deepfakes
Streaming
Internet news & surftipps
Netzkosten: Mobilfunkfirmen sehen US-Konzerne in der Pflicht
Xiaomi 14: iPhone-Feeling mit Turboladung
Das beste netz deutschlands
Xiaomi 14: iPhone-Feeling mit Turboladung
Max Eberl
Fußball news
Eberl naht: Trainersuche und Kaderfragen wichtige Aufgaben
Im Land der hundert Teiche: Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft
Reise
Unterwegs im Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft